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Costa Rica Flora
Für Naturliebhaber ist Costa Rica's Flora - zu Recht - ein Paradies.
Das kleine, grüne Land, kaum größer als die Schweiz, umfaßt zwölf
unterschiedliche Vegetationszonen, unter anderem Savannenlandschaften, Mangroven- und Feuchtgebiete, Trockenwälder mit laubabwerfenden Bäumen, immergrüne Tieflandregenwälder in Höhenlagen bis ca. 800 m, immergrüne Bergregenwälder in Höhenlagen zwischen ca. 800 m und 1500 m, immergrüne Bergregenwälder in Höhenlagen zwischen ca. 1500 m und 3000 m
und die subalpinen Zonen, "páramo", ab ca. 3000 m und der Baumgrenze.
Der Kleinstaat macht zwar nur 0,001% der Landoberfläche der Erde aus,
beherbergt aber über 5% aller weltweiten Pflanzen- und Tierarten.
Allein
1.400 verschiedene Orchideenarten kommen in Costa Rica vor.
Bitte
berücksichtigen Sie unbedingt, daß einige der nachfolgend aufgelisteten
Pflanzen ungenießbar oder auch teilweise giftig sind. Die Informationen
stellen also ausdrücklich keine Lebensmittelliste dar.
Die
Informationen dieser Seite finden Sie bald auch kostenlos für weitere Verwendung
bzw. Ausdruck
unter Downloads.
Detailinformationen zur Costa Rica Flora, hier unterteilt in:
Wildblumen A-Z
Bäume und Sträucher A-Z
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Riesiger Kapokbaum (Ceiba) auf Osa, Golfo Dulce
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Wildblumen A-Z
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Ananas |
Ananas (Ananas
comosus) Die bekannteste Bromelie (siehe: Bromelien) ist zweifellos die
Ananas. Sie ist übrigens eine der wenigen Bromelien, die ausschließlich
auf dem Boden wachsen, sie ist eine Erdbromelie. Die bekannteste Art ist
die gewöhnliche Ananas, die aus dem tropischen Amerika stammt und dann
auch in Asien, Afrika und Südeuropa kultiviert worden ist. Seit etwa 1830
wird die Ananas in den USA und Europa auch in großen Treibhäusern gezogen,
in Costa Rica findet man weitläufige Ananasplantagen - Treibhäuser sind
hier allerdings nicht notwendig. Ananas wird hier "piña" genannt. Die
Frucht besitzt eine goldgelbe Farbe und einen Schopf aus bis zu 30 cm
langen Blättern, unter dem viele miteinander verschmolzene Fruchtknoten
angeordnet sind. Unter der Frucht findet man die bis zu 80 cm langen
Unterblätter. Die frische Frucht muss sorgfältig geschält werden: man
schneidet zuerst den Schopf ab, dann wird die Schale von oben nach unten
entfernt, die Frucht geviertelt und der Strunk entfernt. Der Geschmack ist
süß-säuerlich. Es ist wirklich eine goldene Pflanze, süß und reich an
Vitaminen, spendet sie Saft und wichtige Mineralstoffe und vor allem die
Enzyme (Bromelin oder Bromelain), die die Verdauung fördern, Entzündungen
hemmen, den Blutdruck senken und Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden
abbauen (Ursache für Arteriosklerose) sowie Vitamin E, das als Schutz vor
freien Radikalen dient. Auch bei Magenproblemen und Gelenkbeschwerden soll
die Ananas helfen. Die ersten Ananas soll bereits Columbus 1493 von seiner
zweiten Amerika-Reise mitgebracht haben, ihre Verbreitung in Europa
erfolgte aber erst ab 1690.
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Begonien
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Begonien
(Begoniaceae) Begonien sind ihrer Herkunft nach Schattenpflanzen aus den
tropischen Regenwäldern oder den subtropischen Gebieten des amerikanischen
Kontinents, Teilen Asiens und Afrikas. Noch heute werden in diesen
Gebieten neue Arten entdeckt, bisher wurden rund 1.000 Arten dieser als
Sträucher bzw. Halbsträucher wachsenden schönen Pflanzen katalogisiert.
Sie wachsen entweder als Bodendecker oder als Epiphyten (Aufsitzer) auf
Bäumen. Die Gattung wird in zwei große Gruppen – mit vielen
Untergruppierungen – zusammengefasst, den Blatt- und den Blütenbegonien,
wobei die Zuordnung zu einer der Gruppen manchmal schwierig fällt. Eine
Gemeinsamkeit haben sie jedoch alle: Ihre asymetrisch geformten Blätter -
aus diesem Grund werden sie auch "Schiefblatt" genannt. Außer als
Zierpflanzen, werden Begonien auch als Nutzpflanzen verwendet. Die Blätter
und Stiele einiger Arten werden für verschiedenste Naturheilmittel
verwendet. Begonia hirsuta ist beispielsweise eine der Begonien, die die
Regenwaldregionen um den Golfo Dulce besiedelt.
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Bougainvillea
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Bougainvillea
oder Drillingsblume (Bougainvillea glabra) Die Bougainvillea ist ein, mit
diversen Arten vertretender, ursprünglich aus Brasilien stammender,
inzwischen auch in subtropischen Gebieten bis nach Europa verbreiteter
kletternder Strauch mit Sprossdornen und breiten, meist rotvioletten oder
lachs-orangefarbenen Hochblättern. Sie ist - man mag es kaum glauben -
eine Liane. Mit ihren gekrümmten Dornen klettert diese stark verholzende
Liane bevorzugt an den Bäumen sonniger Waldlichtungen in die Höhe. Nur
dort entwickeln sich dann ihre Blüten, deren schön geformte Hochblätter
die eigentliche Farbenpracht dieser Pflanze ausmachen. In kleinerer,
buschiger Form ist sie ebenfalls sehr beliebt - als Kübelpflanze für
Balkon und Garten. Der Name wurde der Pflanze zu Ehren des französischen
Seefahrers und Entdeckers Louis Antoine de Bougainville gegeben.
Bougainvillea gehört zur Familie der Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae).
Bougainvillea glabra wird in Costa Rica "veranera" genannt und kommt
bevorzugt in Guanacaste vor.
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Bromelien
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Bromelien
(Bromeliaceae) Der Bereich der Baumkronen, ist der Ort des tropischen
Regenwaldes, wo die Artenvielfalt am größten ist und wesentlich daran
beteiligt sind Bromelien. Bisher wurden rund 3000 verschiedene
Bromelienarten erfasst - es existieren aber weitaus mehr. So steigt
insbesondere die Zahl der im Kronenbereich der Bäume neu entdeckten
Bromelien ständig weiter an. Das Verbreitungsgebiet der Bromelien
erstreckt sich vom Süden der USA über Mittelamerika bis weit nach
Südamerika. Die südlichste Verbreitung liegt dabei in Argentinien und
Chile. So riesig, wie das Verbreitungsgebiet der Bromelien ist, so
unterschiedlich sind auch die klimatischen Bedingungen, an die sich die
Bromelien angepasst haben. Die bekannteste Bromelie ist zweifellos die
Ananas (Ananas comosus). Die ersten Ananas soll bereits Columbus 1493 von
seiner zweiten Amerika-Reise mitgebracht haben, ihre Verbreitung in Europa
erfolgte aber erst ab 1690. Die Ananas ist übrigens eine der wenigen
Bromelien, die ausschließlich auf dem Boden wachsen, sie ist eine
Erdbromelie. Luftbromelien gehören zu den Epiphyten, was übersetzt " die
auf Pflanzen wachsen" bedeutet. In der Realität wachsen sie aber überall,
so beispielsweise auch auf Hausdächern, Telefonmasten, elektronischen
Leitungen, über all dort nämlich, wohin sie der Wind getragen hat.
Trotzdem: die Mehrzahl der Epiphyten lebt auf den Zweigen, Ästen und
Stämmen der Bäume des tropischen Regenwaldes. Sieht man von den kurzen,
sintflutartigen Regenschauern ab, so ist das Kronendach des tropischen
Regenwaldes ein eher trockener Ort. Aus diesem Grund bilden die Blätter
der lebenden Bromelien wasserdichte Trichter, in denen sie zu jeder Zeit
Wasser und Nährstoffe auffangen können. In dieser "Nährlösung" fühlen sich
Algen und andere kleine Blütenpflanzen sehr wohl. Die Trichter der
Bromelien ermuntern aber auch Insekten, Skorpione, Salamander, Frösche,
Vögel, Affen und sogar Krabben in ihrer Umgebung zu leben -
beziehungsweise sich hier aufzuhalten. So gibt es beispielsweise einige
Arten von Fröschen, die ihr ganzes Leben in diesen Trichtern verbringen.
Natürlich entnimmt auch die Bromelie selber der Nährlösung die benötigten
Nährstoffe. Man kann also davon ausgehen, dass Bromelien weder Nährstoffe
noch Wasser aus ihrem Trägerbaum entnehmen. Für den Trägerbaum kann es nur
dann unangenehm werden, wenn der Bewuchs auf seinen Ästen überhand nimmt,
so mancher Ast bricht dann unter seiner schweren Last ab.
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Dieffenbachie
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Dieffenbachie,
Giftaron, Schweigohr oder Stummblume (Dieffenbachia amoena) Die zur
Familie der Aronstabgewächse gehörigen Dieffenbachien kommen mit rund 135
Arten in Mittel- und Südamerika vor. In Costa Rica mit 13 Arten. Die bis
zu 2 m hohen Pflanzen werden meist durch Fliegen bestäubt, ihre Blätter
können bis zu 60 cm lang werden. Abgesehen davon, daß die Dieffenbachie
eine sehr beliebte Zierpflanze ist, so ist sie auch einer der giftigsten
Pflanzen überhaupt. Bei der Aufnahme über den Mund von Teilen der
Dieffenbachie kommt es zu Brennen, Bläschenbildung im Mund, Anschwellen
der Schleimhäute, Lippen und der Zunge, vermehrten Speichelfluss,
Erbrechen und Durchfall. Die Anschwellung im Mund kann zu Sprachstörungen
und sogar zum Ersticken führen. In schweren Fällen kommen noch
Pulsverlangsamung, Krämpfe, Bewusstseinsstörungen, Lähmungen,
Herzrhythmusstörungen und Atemstörungen dazu. Die haut- und
schleimhautreizende Wirkung kann über Tage hinweg Sprachbeschwerden
verursachen. Zur Zeit der Sklavenhaltung wurden unfolgsame Sklaven mit der
Stummpflanze ausgepeitscht und so vorübergehend "stumm" gemacht. Es sind
ausserdem Vergiftungen in der ehemaligen DDR bekannt. Dort wurde der in
Scheiben geschnittene Stamm der Pflanze in Wasser gelegt, um so Ableger zu
erzeugen. Ab und an wurden diese Scheibchen mit Gurkenscheiben
verwechselt... - heutzutage wird aus den Pflanzenteilen Gift gegen
Insekten und Nagetiere hergestellt.
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Epiphyten
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Epiphyten,
Luft- oder Aufsitzerpflanzen (Epiphyte) Das Skelett des Regenwaldes bilden
die Bäume und es gibt natürlich zahlreiche Pflanzenarten, die sich ihrer
bedienen. Um man mit ihren Blättern das lebensnotwendige Licht zu nutzen,
haben einige Pflanzen ihren Standort völlig in den Kronenbereich
verlagert. Dabei handelt es sich meistens um Luft- oder Aufsitzerpflanzen
(Epiphyten). Diese Pflanzen verbringen ihr gesamtes Leben ausschließlich
in luftigen Höhen ohne jeglichen Bodenkontakt. Zu ihnen gehören Moose,
Flechten, Farne, Kakteen, Bromelien und natürlich viele der schönsten
Orchideen. Alle diese Pflanzen wachsen bevorzugt auf den großen,
waagerecht abstehenden Ästen der großen Bäume, wo die Lichtbedingungen
geradezu ideal sind. Das größte Problem aller Epiphyten ist die
kontinuierliche Versorgung mit Wasser. Aus diesem Grund sind alle diese
Pflanzen in der Lage, Wasser in irgendeiner Form zu speichern.
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Helikonien
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Helikonien
(Heliconia spp.) Bis auf wenige Ausnahmen kommen Heliconien, von denen es
ungefähr 300 Arten gibt, nur in den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas
vor. Weil sie reichlich Licht und Wasser zum Wachsen brauchen, siedeln sie
sich nur in der Nähe von Flüssen, auf Waldlichtungen und ähnlichem an. Es
existieren klein bleibende Arten - einige Arten werden aber bis zu 10 m
groß. Die relativ großen Blätter dieser Pflanzen bieten zahlreichen Tieren
Unterschlupf. Kolibris zum Beispiel sind gern gesehene Gäste. Sie
benötigen für ihren Stoffwechsel reichlich Energie und müssen daher
ständig Nahrung aufnehmen. Die Blüten der Helikonien enthalten unheimlich
viel Nektar - auf den die Kolibris angewiesen sind. Während die Kolibris
dann von dem Nektar naschen, haften immer einige Pollen an den Körpern der
Vögel. Wenn die Kolibris dann zur nächsten Helikonie fliegen um dort dann
ebenso Nektar zu tanken, bestäuben Sie diese so ganz nebenbei. Helikonien
werden ausschließlich von Kolibris bestäubt - und nicht etwa durch
Insekten oder den Wind. Eine zweckmäßige Symbiose: die Helikonien und die
Kolibris sind also aufeinander angewiesen. Einige der Kolibris haben sich
auf bestimmte Helikonien spezialisiert, man kann dann den Schnabel der
Kolibris mit einem Schlüssel vergleichen, der ein bestimmtes Schloss - die
Blüte einer bestimmten Helikonienart - aufschließen muss.
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Hibiskus
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Hibiskus
oder Eibisch (Hibiscus furcellatus) Die Heimat des Hibiskus ist China,
Südostasien sowie die polynesischen Inseln. Auf den Südseeinseln ist er
wohl von Hawaii am bekanntesten - daher auch sein Name "Hawaiiblume".
Hibiskus ist eine Gattung aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae)
mit etwa 300 Arten, die hauptsächlich in den wärmeren Gegenden der Welt
verbreitet ist, strauchartig eine Höhe von knapp 6 m erreichen kann und
Blüten - je nach Art - in allen Farben trägt. Der Saft der Hibiskusblüte
diente in alten Kulturen u.a. zum Färben von Augenbrauen und Schuhen. Auch
für rituelle Zwecke wurde er benutzt, besonders von den Hawaii-Mädchen,
die sich eine Blüte ins Haar steckten, wenn sie "noch zu haben" waren - so
verwundert es nicht, daß die Pflanze die Nationalblume von Hawaii und
Malaysia ist. Ein Extrakt aus Hibiskusblüten hat ähnlich gefäßschützende
Eigenschaften wie Rotwein, Traubensaft oder Tee, denn die im Hibiskus
enthaltenen Antioxidantien haben einen positiven Einfluss auf die
Cholesterinwerte und können damit Herz- und Kreislauferkrankungen
vorbeugen.
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Lianen
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Diese
typische Dschungelpflanze, die Längen von mehr als 100 m erreichen kann,
beginnt ihr Leben auf dem Boden des Regenwaldes. Bereits als kleine
Pflanze sucht sie einen Schattenspender - in der Regel ist das ein hoher
Baum. Sobald ich das Pflänzchen den Baum berührt, rollt es sich zu einer
Ranke und bildet eine erste Spirale am Baum, die Liane hat ihren
Kletterbaum gefunden. Jetzt windet sich die Liane in die Baumkrone. Lianen
wachsen sehr schnell und erreichen bereits nach kurzer Zeit die obere
Etage der Bäume, wo ihre riesigen Blattkronen dann gleich mehrere der sie
tragenden Bäume überziehen. Lianen bilden zahlreiche Wurzeln aus, die,
sobald sie den Boden erreichen, sich dort fest verankern. Die Stämme der
Lianen transportieren in enormen Mengen von Wasser zu ihren gewaltigen
Blattkronen. Man kann das deutlich hören, wenn man einen Lianenstamm
anschneidet - er gibt dann ein zischendes Geräusch von sich und meist
laufen auch größere Mengen von klarem, sauberen Wasser aus dem oberen
Abschnitt heraus. Doch nicht nur Wasser ist in den Lianen enthalten.
Einige dieser interessanten Pflanzen enthalten wichtige Inhaltsstoffe für
Medikamente, andere liefern Früchte, Samen, Knollen und Blätter, die als
Heilmittel und als Nahrungsmittel genutzt werden. Aus einigen Arten der
Lianen wird Kurare gewonnen, ein hochwirksames Nervengift, das - wenn es
in den Blutkreislauf gelangt - die Reizübertragung zu den Muskeln
blockiert und zum Ersticken führt. Dieses Gift, bestehend aus
verschiedensten Inhaltsstoffen, nutzen verschiedene Indianerstämme für die
Jagd und zur Verteidigung. Bekanntesten Lianenarten sind die als
Zierpflanzen verbreiteten Philodendron.
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Mammutblatt
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Mammutblatt,
Gunnera oder Riesenrhabarber (Gunnera insignis) Das in der Tat riesige
Mammutblatt kommt in Mittel- und Südamerika vor, wo es rhabarberartige
Blätter mit einem Durchmesser bis zu 3 m hervorbringt, der stachelige
Blütenstand wird dabei bis zu 2 m hoch. Sie kommt in den feuchten Regen-
und Nebelwäldern vor und steigt bis auf knapp 3.000 m Höhe an, bevorzugt
halbschattige, feuchte Stellen der Wälder. In Costa Rica kommt die Gunnera
mit zwei Arten vor, die Pflanze wird dort auch "sombrilla de pobre"
genannt, was soviel wie "Sonnenschirm der Armen" heisst - und nicht:
"Regenschirm", wie vielfach zu lesen ist.
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Monstera
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Monstera
oder Fensterblatt (Monstera deliciosa) Die Monstera ist eine zu den
Aronstabgewächsen (Araceae) gehörende Liane, wobei die Gattung Monstera
etwa 50 Arten umfaßt. In ihrer Heimat Mittel- und Südamerika klettern
diese Pflanzen an mächtigen Bäumen des Urwalds nach oben in Richtung
Licht, dabei können Höhen von über 20 Metern erreicht werden. Monstera
deliciose kommt vom Süden Mexikos bis Panama vor. An ihren Kletterhilfen
halten sie sich hierbei mit ihren Luftwurzeln fest. Ihre dunkel- bis
mittelgrünen, glänzenden Blätter können einen Durchmesser von bis zu 1,4
Meter erreichen, um das wenige Licht noch auszunutzen. Die Anpassung an
die unterschiedlichen Lichtbedingungen (dunkel am Boden, heller mit
zunehmender Höhe) erfolgt beim Fensterblatt durch Blatteinschneidungen:
Bei wenig Licht gebildete Blätter sind nur wenig und nicht tief
eingeschnitten, während unter relativ viel Licht gebildete Blätter starke
und zahlreiche Blatteinschneidungen besitzen, so daß die wirksame
Assimilationsfläche geringer ist. Die als Zimmerpflanze weit verbreitete
Monstera wird fälschlicherweise oft auch als Philodendron bezeichnet.
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Orchideen
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Orchideen
(Orchidaceae) Mit Orchideen (griech.: orchis - Hoden, nach den
hodenförmigen Wurzelknollen) wird meist die Gesamtheit der
Orchideengewächse bezeichnet. Sie stellen nach den Korbblütlern
(Asteraceae) die zweitgrößte Familie unter den Blütenpflanzen dar.
Orchideen werden als besonders schön angesehen, sie werden auch als
"Königin der Blumen" bezeichnet. Orchideen gehören zur Klasse der
Einkeimblättrigen Pflanzen, wobei ca. 1.000 Gattungen mit 25.000 - 35.000
Arten von den Botanikern anerkannt werden. Orchideen wachsen - mit
Ausnahme der Antarktis - auf jedem Kontinent, selbst oberhalb des
nördlichen Polarkreises, in Patagonien und den dem ewigen Eis des Südpols
vorgelagerten Inseln gibt es Orchideen. Der Großteil der Arten wächst
allerdings in den Tropen und Subtropen, hauptsächlich in Mittel- und
Südamerika sowie Asien. In Costa Rica wurden über 2.000 Orchideenarten
gezählt, man schätzt jedoch die Artenzahl auf mehr als das Doppelte.
Vielleicht ist das der Grund, warum die Orchidee "Guaria Morada" (Cattleya
skineri) zur Nationalpflanze von Costa Rica gewählt wurde. Diese
Nationalpflanze kommt nur von Mexiko bis Costa Rica vor und wächst nur in
Höhenlagen zwischen 1.000 und 1.400 Metern. Orchideen können auf
verschiedene Art und Weise wachsen. Man unterscheidet dabei folgende
Formen: epiphytisch (auf anderen Pflanzen wachsend, und zwar nicht als
Schmarotzer), terrestrisch (auf der Erde wachsend) und lithophytisch (auf
Felsen oder Stein wachsend).
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Passionsblume
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Passionsblume
oder Leiden Christi (Passifloraceae) Die ursprünglich aus Mittel- und
Südamerika kommenden Passionsblumen mit ihren langen Sproßranken gehören
wohl zu den bekanntesten Lianen der Tropen und Subtropen. Die
Kletterpflanze wächst mehrere Meter hoch. Die gestielten dunkelgrünen
Blätter sind fünfteilig, tief gelappt und können knapp handgroß werden.
Die einzelnen Blatteile sind glattrandig. Aus den Blattachseln entspringen
die korkenzieherähnlichen Ranken. Das Auffälligste sind die ungewöhnlichen
Blüten, sie können je nach Art bis zu 15 cm Durchmesser erreichen und
darin liegen sehr auffällig die Fortpflanzungsorgane - 5 schiffchenförmige
Staubgefäße und 3 Narben. Aus dem gestielten Fruchtknoten entwickelt sich
eine eßbare Beere, die viele Samen enthält. Die Passionsblume wurde zu
Anfang des 17. Jhd. in Europa eingeführt. Die auffällige Blüte wurde
erstmals von dem Jesuiten Ferrari 1633 als symbolhafte Darstellung der
Leiden Christi gedeutet: die drei auffälligen Narben symbolisieren die
Nägel bei der Kreuzigung Jesu´, der fransige Strahlenkranz die
Dornenkrone, die fünf Staubblätter die Wundmale, der gestielte
Fruchtknoten den Schwamm, der Jesus am Kreuze hingehalten wurde oder auch
als Geißelungssäule, die Ranken für die Geißeln, die Blätter stehen für
die Lanzen, und die weiße Blütenfarbe der Passiflora caerulea symbolisiert
die Unschuld. Unter den Passionsblumen finden sich jedoch noch mehr
prominente Vertreter ihrer Art. So beispielsweise die abgebildete
Passiflora edulis, besser bekannt als Maracuja (in Costa Rica "maracuyá"
genannt) und die Passiflora ligularis, bekannt als Grenadilla, beides
wohlschmeckende Früchte. Andere Passionsblumen finden in der Heilkunde
Verwendung. Interessant ist, daß die Passionsblumen trotz ihrer schönen
Blüten und der süßen Früchte giftig sind. So enthalten fast alle
Gewebeteile der Passionsblumen, die Früchte und den Nektar ausgenommen,
Giftstoffe. Das schützt die Blumen vor unliebsamen Fressfeinden, wie
beispielsweise Raupen. Trotzdem: viele Schmetterlingsarten sind gegen die
Gifte der Passionsblumen mittlerweile immun und nutzen die Gifte jetzt für
sich selbst. Die Giftstoffe werden im Körperfett der Raupen eingelagert,
sie werden dadurch selbst giftig, das schützt wiederum Sie vor
Fressfeinden.
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Reis
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Reis
(Oryza spp.) Reis ist eine Getreideart aus der Familie der Süßgräser
(Poaceae) mit breiten Blättern und langen Rispen. Wilder Reis (nicht
Wildreis!) kommt heute in Südostasien vor. Genetische Untersuchungen haben
gezeigt, dass er anscheinend an mehreren Orten der Welt unabhängig
voneinander domestiziert wurde. In Costa Rica wird Reis mittlerweile
ebenfalls an verschiedenen Stellen angebaut, er wird hier "arroz" genannt
und ist ein Bestandteil des Costaricanischen Gerichtes "Gallo pinto" -
Reis mit schwarzen Bohnen und Fleisch oder Fisch. Kulturreis bildet einen
50 bis 160 cm hohen Halm, der eine schmale überhängende Rispe mit
einblütigen Ähren trägt. Die Pflanze kann bis zu 30 Seitentriebe bilden,
an jedem können sich 80 bis 100 Körner ausbilden. Reis besteht zu etwa 76
% aus Stärke und zu etwa 7-8 % aus Eiweiß. Er enthält nur 1,3 % Fett und
zahlreiche Spurenelemente, vor allem Phosphor, aber auch Eisen und
Magnesium. Die Spurenelemente machen jedoch insgesamt nur 0,6 % aus.
Aufgrund seiner Armut an Natrium eignet sich Reis bestens zur Entwässerung
des Körpers bei Übergewicht und Bluthochdruck. Auch Kalzium und Kalium
sind kaum enthalten. Reis enthält die Vitamine B1 und B2, die sich jedoch
vor allem in der oberen Schicht des Korns befinden, die beim Polieren
abgeschliffen wird. Die Vitamine A, B12, C und D sind nicht im Reis
enthalten. Reis kann in Abhängigkeit vom vorherrschenden Ökosystem auf
vier verschiedene Arten angebaut werden - rund 80 % der Weltreisernte
werden jedoch im Nassreisanbau erzeugt. Pro Kilogramm erzeugtem Reis
werden dabei zwischen 3000 und 5000 Litern Wasser verbraucht. Die Folge
sind sinkende Grundwasserspiegel. Je nach Sorte, Anbauart und -gebiet
werden pro Jahr zwischen ein und drei Ernten eingefahren. Reis ist
ursprünglich keine Wasserpflanze, sondern hat sich seit Jahrtausenden
durch Zucht und natürliche Selektion an die Überflutung der Felder
angepasst. Viele Unkräuter und bodenlebende Schädlinge werden durch die
Flutung am Wachstum gehindert, was der hauptsächliche Grund für den
Wassereinsatz beim Reisanbau ist. Weiterer Nachteil: Man geht mittlerweile
davon aus, dass der Nassreisanbau 17% des Methans in der Erdatmosphäre
verursacht. Durch die starke Wässerung des Bodens entsteht ein fast
sauerstofffreies und damit optimales Gebiet für anaerobe, methanerzeugende
Bakterien (Methanbildner). Nach der Ernte wird der Reis getrocknet und
gedroschen. In einer Reismühle werden danach die Spelzen entfernt, die
etwa 20 % der ursprünglichen Gewichtes ausmachen. Das Korn ist jetzt nur
noch von dem bräunlichen Silberhäutchen umgeben und heißt jetzt Cargoreis.
Wird der Reis nun poliert, um das Silberhäutchen und den Keimling zu
entfernen, so geht auch ein großer Teil der Mineralstoffe und Vitamine
verloren. Um diesen hohen Verlust an Vitaminen zu verhindern, wurde in den
USA das Parboiled-Verfahren entwickelt: Mit hohem Dampfdruck werden die
Vitamine vor dem Polieren in das Korn hineingepresst, sodass ein großer
Teil der Vitamine erhalten bleibt.
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Wasserhyazinthe
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Wasserhyazinthe
(Eichhornia crassipes) Die Wasserhyazinthe war ursprünglich im tropischen
und subtropischen Amerika verbreitet, sie gilt als ein gefürchtetes
Unkraut, da sie sich "rasend" schnell vermehrt. Flüsse, Uferbereiche und
ganze Seen verarmen an Sauerstoff, so daß es hierüber zum Fischsterben
kommt. Die Schiffahrt kommt zum Erliegen, Kraftwerkszuflüsse werden
verstopft und gleichzeitig wird das kaum noch fließende Wasser Brutstätte
für Malariamücken (nicht in Costa Rica). Vom tropischen und subtropischen
Amerika gelangte sie einst - vermutlich wegen ihrer attraktiven Blüten -
gegen Ende des letzten Jahrhunderts in einen Botanischen Garten nach Java.
Von dort aus breitete sie sich rasch über die Tropen Asiens und Afrikas
aus, die sie kurze Zeit später bereits fest ‘im Griff’ hatte. Ein paar
Jahre danach machte sie schon den USA das Leben schwer. Bereits um die
Jahrhundertwende verstopften Wasserhyazinthen in mehreren Staaten die
Wasserwege. In den USA hat man daraufhin das Vermehrungsvermögen der
Wasserhyazinthen untersucht und kam auf interessante Ergebnisse: Im
Verlauf einer Vegetationsperiode wird aus 10 Pflänzchen eine dichte
schwimmende Matte, die mit etwa 655 000 Pflanzen eine Fläche von rund 0,4
ha bedeckt und ein Gewicht von annährend 180 Tonnen erreicht. Bei der
rosettig wachsenden Wasserhyazinthe handelt es sich um eine Pflanze, die
entweder im Schlick wurzelt oder freischwimmend die Wasseroberflächen
besiedelt. Sie bildet blau-violette Blüten aus, das mittlere Blütenblatt
ist mit einem gelben Fleck versehen. Die oben beschriebene massenhafte
Vermehrung kommt nur in geringem Maß durch die Bildung von Samen zustande.
Vielmehr entwickelt die Pflanze an den reichlich gebildeten Ausläufern
zahlreiche Tochterrosetten, die unter günstigen Bedingungen jeweils schon
in 5 - 8 Tagen die Größe der Mutterpflanze erreicht haben können. Der Name
der Wasserhyazinthe "Eichhornia" soll den preußischen Minister Johann
Albert Friedrich Eichhorn (1779-1856) ehren - ob die Pflanze das halten
kann, ist fraglich... In Costa Rica wird die Pflanze "lirio de agua",
"lirio acuatico" oder "jacinto de agua" genannt, sie kommt hier überall
vor.
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Würgefeige
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Würgefeige
(Ficus spp.) Die Entwicklung einer Würgefeige beginnt wenig spektakulär:
Im Kronendach setzt ein fruchtfressendes Tier (Vogel, Affe etc.) Kot und
damit den Samen einer Würgefeige ab, der dann unter günstigen Bedingungen
keimt. Der junge Keimling wächst auf seinem Trägerbaum zunächst nur
langsam heran und treibt eine erste lange Luftwurzel. Sobald die
Luftwurzel den Boden erreicht hat, was unter Umständen Jahre dauern kann,
dringt sie ins Erdreich ein und verhilft der Jungpflanze zu schnellem
Wachstum. Außer zahlreichen Zweigen und Blättern bildet die junge
Würgefeige weitere Luftwurzeln aus, die an der Rinde des Trägerbaumes
entlang stammabwärts laufend den Boden erreichen und die Ernährung der
Würgefeige weiter verbessern. Während die Krone der Feige im Wirtsbaum
größer und größer wird, erreichen immer mehr Luftwurzeln den Boden und
verholzen. Dort wo sich die Wurzeln berühren verschmelzen sie - um den
Stamm des Wirtsbaums entsteht ein dichtes Geflecht von verholzten
Luftwurzeln, dessen Stabilität beständig zunimmt. Das hat natürlich Folgen
für den Wirtsbaum. Dessen Stamm wird durch das enge Geflecht der Feige
regelrecht stranguliert; seine Leitgefäße werden abgeschnürt. Und als ob
dies nicht genug wäre, werden seine Blätter von der zwischenzeitlich
mächtig gewachsenen Krone der Feige beschattet und verdrängt. Der
Trägerbaum stirbt so einen langsamen Tod, das kann durchaus Jahre dauern
und liefert dem Sieger mit seiner verrottenden Pflanzenmasse zusätzlichen
Dünger. In dieser Zeit ist das Geflecht der Feige so stabil geworden, dass
sie auch ohne Stütze durch den Trägerbaum bestehen kann, sie übernimmt
jetzt dessen Platz, ihr "Stamm" ist deswegen innen hohl. Die Würgefeige
wird aus diesem Grund in Costa Rica "matapalo", also Baumtöter genannt.
Sie ist einer der wichtigsten Nahrungslieferanten des Regenwaldes, es
wurden schon über 100.000 Feigen-Früchte an einem einzigen Würgefeigenbaum
gezählt, die bevorzugt von Vögeln, Affen und anderen Säugetieren gefressen
werden.
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Zuckerrohr |
Zuckerrohr
(Saccharum officinarum) ist eine Pflanze aus der Familie der Süßgräser
(Poaceae) und wird dort der Unterfamilie Panicoideae mit etwa 3.300
weiteren Arten zugeordnet. Vom Aussehen her ähnelt es dem Bambus, die
Halme können einen Durchmesser von bis zu 5 cm und eine Höhe von bis zu 6
m erreichen. Ursprünglich stammt Zuckerrohr aus Indien, Neuguinea und
China - mittlerweile ist es weltweit verbreitet. In Costa Rica nennt man
es "caña de azúcar". Bis zur Entdeckung der Zuckerrübe war das Zuckerrohr
die einzige Quelle, um Zucker zu gewinnen. Heute wird Zuckerrohr weltweit
angebaut und stellt etwa 55% der Zuckerproduktion. Hauptanbauländer sind
Indien, Australien, Thailand, Südafrika, die karibischen Inseln und
Brasilien. Inhaltsstoffe des Zuckerrohrs sind Zucker, und zwar überwiegend
Saccarose mit einem Anteil bis zu 20% und ein Wachs, das teilweise auch
industriell genutzt wird. Bei der industriellen Rohr-Zuckerfabrikation
werden die faserigen Bestandteile des Zuckerrohrs (die Bagasse) als
Brennstoff für die Zuckerproduktion genutzt. In einigen Ländern wird
Zuckerrohr auch dazu verwendet, alkoholische Getränke - beispielsweise
Caipirinha - herzustellen bzw. für Alkohol als technischen Brennstoff. |

Bäume und Sträucher
A-Z
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Acajubaum |
Acaju-,
Elefantenlaus-, Kaschu-, Nierenbaum oder Kaschunuss (Anacardium
occidentale) Dieser Baum, der ursprünglich im tropischen Amerika
beheimatet war, wird heutzutage in allen tropischen Ländern wegen seiner
schmackhaft den Samen beziehungsweise wegen seiner Nüsse kultiviert. Der
immergrüne, bis zu 15 Meter hohe Baum bevorzugt trockene Böden und kommt
nicht in Wäldern vor. Im Nordwesten von Costa Rica kommt der Baum relativ
häufig vor, er wird hier "árbol de maranón" genannt. Der Baum bringt eine
Frucht hervor, die aus zwei Teilen besteht: Der obere Teil (Cashew-Apfel)
ist rot, gelb oder weiß und enthält weißes, essbares Fruchtfleisch, mit
einem süßen und leicht pfeffrigen Geschmack. Doch Vorsicht: Der untere
Teil ist grau und stark hautreizend, er enthält ausser der Cashew-Nuss,
die nur geröstet essbar ist, auch ein technisch vielseitig verwendbares,
ätzendes Öl. Kaschubäume werden zumeist in Plantagen angebaut, sie gelten
als eine der anspruchslosesten Kulturpflanzen schlechthin.
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Ameisenbaum |
Ameisen-
oder Guarumobaum (Cecropia) Der bis zu 18 m hohe Ameisenbaum ist der
typische Sekundärwaldbaum der Neuen Welt, er kommt von Mexiko bis Ecuador
in sämtlichen tropischen Regenwäldern vor. Der Ameisenbaum ist der Pionier
der Bäume, er siedelt sich als erster an, wenn der Wald irgendwo
beschädigt wird. Dafür ist er sehr kurzlebig, selten erreicht er ein Alter
von 80 Jahren - meist wird er nur 30 bis 50 Jahre. Die Früchte und Blätter
des Baumes dienen vielen Vögeln und Säugetieren, unter anderem auch
Fledermäusen, als Nahrung. Im hohlen Stamm des Ameisenbaumes leben
aggressive Azteken-Ameisen, die sich vom Nektar, die die Blätter des
Baumes absondern, ernähren. Dafür "beschützen" die Ameisen den Baum vor
schädlichen Insekten, Eindringlingen und Schlingpflanzen. Von Ameisen
bewachte Bäume erkennt man leicht an ihrem gesunden und kräftigen Laub,
während unbewohnte Exemplare viel von ihren schmackhaften Blättern
einbüßen. Aber der Schutz durch Ameisen bietet noch einen weiteren
Vorteil: die Ameisen säubern die nähere Umgebung ihres Baumes von allen
anderen Pflanzen. Jede kleinste Ranke einer Kletter- oder Schlingpflanze
wird sofort zerbissen, jeder keimende Epiphyt sofort vom Ast
hinuntergeschmissen, jede nahende Raupe sofort vertrieben, so kann der
Ameisenbaum ein ruhiges Leben geniessen und wächst daher mit 2 bis 3
Metern pro Jahr in die Höhe.
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Avocado |
Die
Avocado (Persea americana) ist eine Art der Lorbeergewächse (Lauraceae).
Sie wächst an einem bis zu 15 Meter hohen Baum, der seinen Ursprung vom
Süden Mexicos bis Peru hat. Avocados wurden bereits von den Azteken
kultiviert und vermutlich schon vor 10.000 Jahren gegessen und vermutlich
auch gezüchtet. Die Bezeichnung "Avocado" stammt übrigens von dem
Nahuatl-Wort (Azteken) "ahuacatl", was auch Hoden bedeutet. Die Spanier
machten daraus "aguacate", aber auch "avocado", ein ihnen vertrautes Wort,
war es doch eine altertümliche Bezeichnung für einen Rechtsanwalt. Durch
die Spanier wurde die Pflanze schon bald nach Venezuela, in die Karibik,
nach Chile, Madeira und zu den Kanaren gebracht. Eine weite Verbreitung
fand sie erst im Laufe des 19. Jh. (Afrika und Madagaskar, der Süden der
USA, Malaysia und Philippinen, Brasilien). Heute wird der Baum in über 400
Kultursorten weltweit in den Tropen sowie in Südafrika, Israel und
Kalifornien angebaut. Avocadobäume sind auch in Costa Rica häufig
anzutreffen, sie werden hier "aguacate" genannt. Avocadobäume sind mehr
oder weniger immergrüne Bäume (sie sind prinzipiell immergrün, werfen aber
ihre Blätter bereitwillig nach einem Jahr ab) und können dabei 10 bis 15m
hoch werden. Die Rinde des Stammes ist mehr oder weniger glatt und
aschgrau. Das Holz ist weich und Zweige können leicht bei Wind abbrechen.
Die Blätter sind ausdauernd und ungeteilt. Jugendlich sind sie hellgrün,
später werden sie in der Regel glänzend dunkelgrün. Manche Blättern
entwickeln, wenn man an ihnen reibt, einen leicht an Anis erinnernden
Geruch. Die Avocadofrucht, die eigentlich eine Beere ist, ist birnenförmig
bis rund, je nach Art ist ihre ledrige Außenschale mittel- bis dunkelgrün;
im Inneren befindet sich ein Kern, der etwa golfballgroß wird. Das
Fruchtfleisch ist grüngelb bis goldgelb und oxidiert zu einer dunklen
Farbe, sobald es der Luft ausgesetzt ist - dies kann übrigens durch
schnelle Zugabe einer Säure, wie etwa Zitronensaft, verhindert werden.
Avocadofrüchte reifen in keinem Fall am Baum aus, sondern fallen auch ohne
Pflücken in einem harten "grünen" Zustand auf die Erde, wo sie rasch
reifen. Im Anbau werden die Früchte daher gepflückt, sobald sie eine
marktfähige Größe erreichen. In der gesamten Pflanze (Grünpflanze,
Fruchtfleisch, Kern) kommt das Toxin Persin vor. Es verursacht bei Hunden
und Katzen schwere Herzmuskelschädigungen, in Folge davon Atemnot, Husten
und Ascites. Die Aufnahme von Avocados endet bei Haustieren meist tödlich.
Aber keine Angst, für Menschen ist Persin absolut harmlos. Während die
Schale der Frucht nicht genießbar ist, ist das Fruchtfleisch um den großen
Kern sehr nahrhaft. Das nicht süße Fleisch der Avocadofrucht ist weich,
von einer fast cremeartigen Textur, und für ein Gemüse ungewöhnlich
fetthaltig. Für den Verzehr teilt man die Frucht mit einem Messer in zwei
Teile, entfernt den Kern mit einem Löffel und entnimmt das buttrige
Fruchtfleisch. Man kann es pur genießen, mit etwas Zitronensaft beträufeln
oder auch mit einem Kräutersalz etwas zusätzlich würzen und als
Brotaufstrich verwenden. Avocados werden auch für die Zubereitung
vegetarischer Sushis in der japanischen Küche verwendet. In der
brasilianischen Küche werden sie zu Milchshakes und Eis verarbeitet.
Avocados sind darüberhinaus auch in der vegetarischen Küche sehr
geschätzt, weil sie ein guter Ersatz für Fleisch und Käse sind. Das Öl der
Avocadofrucht sowie anderer Pflanzenteile wurde bereits von den Azteken
genutzt und findet auch heute noch in der Kosmetik- und Pharmazieindustrie
Verwendung. Aus dem braunen Holz des Baumes werden u.a. Möbel und Schiffe
hergestellt.
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Balsabaum |
Balsa-
oder Hasenpfotenbaum (Ochroma lagopus) Der Balsabaum aus der Familie
Malvaceae ist ein im tropischen Amerika, Asien und Afrika wachsender Baum,
der in Höhen bis 1000 m vorkommt und dessen Holz für seine extreme
Leichtigkeit bekannt ist. Er kann bis zu 30 m hoch werden, sein Stamm
erreicht dabei einen Durchmesser von knapp einem Meter. Die Blätter sind
gelappt und die Blüten groß. Die aufgesprungenen Früchte ähneln einer
Hasenpfote, daher auch sein zweiter Name: "Hasenpfotenbaum". Die
Samenwolle des Balsabaumes kann als Polster-Ersatz verwendet werden, sein
Holz wird überwiegend im Modellbau genutzt.
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Banane |
Banane
(Musa paradisiaca) Die Banane (arabisch: "banan" - Finger) ist die Frucht
der rund 100 verschiedenen Arten der triploiden einkeimblättrigen
Musa-Staude, gehört botanisch zu den Beeren, die in fast allen Teilen der
Tropen beheimatet sind. Ursprünglich stammt die Banane aus Südostasien, wo
sie bereits 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung in buddhistischen Texten
erwähnt wurde. Alexander der Große bekam als erster Europäer eine Banane
zu sehen (und sicher auch zu essen...), seine Soldaten entdeckten die
Frucht auf dem Indienfeldzug im Jahr 327 v.Chr. und nannten sie „Frucht
der Weisen“. Arabische Händler erkannten bald darauf den Wert dieser
wohlschmeckenden Frucht und brachten die Banane um 650 n.Chr. nach Ägypten
und Palästina, dort verbreitete sie sich durch Karawanenrouten des damals
florierenden Elfenbein- und Sklavenhandels weiter bis nach Westafrika und
an den Antlantik. Die westafrikanische Küste wurde in der frühen
Kolonialzeit von den Portugiesen kontrolliert. Sie entdeckten die Banane
für sich, nahmen die Pflanzen mit auf die Kanarischen Inseln und legten
dort im Jahr 1402 die ersten Plantagen an. Schon bald nach der Entdeckung
der Neuen Welt durch Christoph Kolumbus nahm auch die Banane Einzug auf
dem lateinamerikanischen Kontinent. Von den karibischen Inseln breitete
sich die Idee des Bananenanbaus in ganz Mittel- und Südamerika aus und
bescherte den Bauern bald einen reichen Ertrag an gelben krummen Früchten.
Im 19. Jahrhundert erkämpften sich die zentralamerikanischen Kolonien nach
und nach die Unabhängigkeit von Spanien und suchten nach neuen
Exportmärkten, sie lockten mit günstigen Krediten, Landzuteilungen und dem
Angebot der Steuerfreiheit US-amerikanische Firmen in ihre Länder. Die
Plantagenwirtschaft veränderte schnell das Gesicht der Landschaft. Die
Fruchtkonzerne erwarben ganze Landstriche und bauten dort eine
Infrastruktur aus Bewässerungsanlagen, Straßen und Arbeitersiedlungen auf.
Um den Bananenhandel anzukurbeln, wurden Ende des 19. Jahrhunderts in
einigen mittelamerikanischen Ländern Bahngleise von den Plantagen durch
den Urwald zu den Häfen gebaut. Vielerorts wurden die Fruchtkonzerne so
zum „Staat im Staate“ (Bananenrepublik), d.h. sie griffen in die Politik
mit ein, um ihre Produktion zu sichern. In Costa Rica wurde noch 1984 ein
Streik von Bananenarbeitern blutig niedergeschlagen und der Einfluss der
Gewerkschaften praktisch gebrochen. Bananen werden in Costa Rica "plátano"
oder "banana" genannt. Für den Export werden sie in Plantagen angebaut,
beispielsweise in Costa Rica an der Karibikküste und ehemals in der Region
um den Golfo Dulce, die durch die Monokultur so stark mit
Pflanzenschutzmitteln versehen werden, dass sie oft danach als vergiftetes
Land abgesperrt werden müssen bzw. mussten. Durch Erosion werden und
wurden die Gifte in die Flüsse und weiter ins Meer gespült - und haben
dort unübersehbare Schäden angerichtet, u.a. an den Korallenriffen.
Glücklicherweise hat sich die Golfo Dulce Region wieder davon erholt, das
Wasser weist hier wieder 1A-Qualität auf. Der bis zu 3 m hohe, aus
Blattscheiden bestehende hohle Scheinstamm und die büschelartig
angeordneten Blattspreiten geben den Bananengewächsen ein palmenartiges
Aussehen. Wegen ihrer Form wird sie auch Krummfrucht genannt. Eine Pflanze
liefert im Jahr etwa 150 Früchte - also rund 60 kg, die an einem
Fruchtkolben hängen. Die Früchte haben etwa folgende Eigenschaften, fallen
aber je nach Art sehr unterschiedlich aus: 5 bis 15 Zentimeter lang, mehr
oder weniger sichelförmig, von gelb- grünlicher Farbe. Die Banane stellt
eine bedeutende Nahrungsquelle dar. Ihr weißlich-gelbes Fruchtfleisch, das
im Geschmack mild bis leicht säuerlich ist, ist bei manchen Arten gar
nicht zum Rohverzehr geeignet. Es wird sowohl gekocht als auch gebacken
oder gegrillt.
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Baumfarn |
Baumfarne
(Cyathea) Baumfarne zählen zu den ältesten Pflanzengruppen die man kennt.
Schon vor vielen Millionen Jahren wuchsen diese stammbildenden Farne auf
der Erde. Ein Wald aus Baumfarnen hat sehr viel Ähnlichkeit mit einem Wald
vor Millionen Jahren. Zeitweise waren Farne die dominierende
Pflanzengruppe auf der Erde dabei sind die Farne die wir heute kennen,
deutlich kleiner als die Farne der Urzeit. Damals waren Höhen über 30 m
keine Seltenheit, heute können sie knapp 14 m erreichen. Man kennt etwa
12.000 Farnarten, davon ca. 900 - 1000 Baumfarne, wobei die Gattung
Cyathea mit 800 Arten die mit Abstand größte Gattung ist. Baumfarne sind
keine Farne die auf Bäumen wachsen, sondern Farne die einen Stamm bilden.
Obwohl es einige Blechnum Arten gibt, die einen Stamm bilden, werden diese
nicht zu den "echten" Baumfarnen gezählt, es gibt daher insgesamt sechs
Gattungen von Baumfarnen vobei die Gattung Cyathea etwa 800 Arten umfaßt,
die Gattung Dicksonia nur etwa 26 Arten.
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Brotfruchtbaum |
Brotfruchtbaum
(Artocarpus altilis) Der Brotfruchtbaum ist ein 15-20 Meter hoher
tropischer, immergrüner Baum und gehört zur Gattung der Maulbeergewächse
(Moraceae). Er entwickelt eine sehr große Krone mit bis zu 1 Meter langen,
glänzenden, gelappten Blättern. Seine Heimat ist der südpazifische Raum.
Heute ist er in den gesamten Tropen verbreitet. In Costa Rica ist er recht
häufig im Nationalpark Piedras Blancas in der Region um den Golfo Dulce
anzutreffen, er wird hier "arbol de pan" genannt. Der Brotfruchtbaum trägt
getrennt männliche und weibliche Blütenstände, aus denen sich bis zu 3
Ernten im Jahr entwickeln, die jeweils bis zu 50 Fruchtstände liefern. Der
Baum bleibt bis zu 70 Jahre ertragreich. Seine grünen, bis zu 2 Kilogramm
schweren Fruchtstände, die sog. Brotfrüchte - "fruta de pan", mit weißem
Fruchtfleisch dienen vor allem als Grundnahrungsmittel. Die Fruchtstände
enthalten bis zu 23% Stärke und 1–2% Eiweiß. Die ganze Pflanze führt einen
hautreizenden, milchigen Saft, weshalb die Früchte oft durch Abbrechen mit
langen Stangen geerntet werden. Die Brotfrucht wird noch grün geerntet,
wird nach der Reife goldgelb und besitzt dann einen strengen, süßen
Geschmack. Gekochte, unreife Früchte werden als Gemüse oder Mus verzehrt,
wobei die Frucht bei Vollreife auch roh essbar ist. Sie enthält 16 bis 24
kastaniengroße Nußfrüchte, deren stärkehaltiger Samen nach dem Rösten zu
Mehl gemahlen wird. Aus diesem Mehl lassen sich Brote backen. Die berühmte
Meuterei auf der Bounty war durch Brotfruchtbäume bedingt: William Bligh
bekam 1787 den Auftrag, Stecklinge des Brotfruchtbaums von Tahiti zu den
Westindischen Inseln zu bringen. Sie sollten den Sklaven auf den dortigen
Zuckerrohrplantagen zur Nahrung dienen. Die erste Expedition scheiterte
wegen der Meuterei, die zweite Expedition, die einige Jahre danach
stattfand, wurde von Erfolg gekrönt - die Brotfrucht von den Sklaven in
der Karibik jedoch nicht als Ersatz für Getreide akzeptiert.
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Chunga-Palme |
Chunga-Palme
oder Schwarze Palme (Astrocaryum standleyanum) Die langsam wachsende, in
Mittel- und im nördlichen Südamerika vorkommende Palmenart wird knapp 20
Meter hoch und erreicht dann einen Stammdurchmesser bis zu 25 Zentimetern.
In Costa Rica wird die elegante Palme "palmera coyol", "coyol" oder
"chontadura" genannt. Bei dieser Palmenart sitzen spitze Dornen am Stamm
und an den Blättern, so schützt sie ihre Früchte vor Räubern. Sobald die
Früchte reif sind, fallen sie von der Palme ab und bilden jetzt die
Nahrung für viele Tierarten. Die in den Früchten enthaltenen Samen können
allerdings nur von einigen wenigen Tieren geknackt werden, so daß für die
meisten lediglich das Fruchtfleisch bleibt.
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Costa-Rica-Bergpalme |
Costa
Rica-Bergpalme oder Bambuspalme (Chamaedorea costaricana) Die bis zu 8 m
groß werdende Costa Rica-Bergpalme, die in den Bergregenwäldern Mittel-und
Südamerikas vorkommt, ist eine sehr spezielle Palme. In Costa Rica wird
sie "pacaya" genannt. Diese Palme bildet so viele Stämme, dass man sie
schnell mit Bambus verwechseln kann. Ihre Stände gleichen exakt denen
einiger Bambusarten, die übrigens auch im gleichen Habitat vorkommen.
Diese Palme findet immer mehr Verwendung als Zierpflanze.
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Dugand |
Dugand,
Cristobal oder Macacauba (Platymiscium pinnatum) Der Dugand kommt von
Mexiko über Mittelamerika bis nach Kolumbien, Venezuela und Equador in
Höhen bis 1.600 m vor. Er bevorzugt halbtrockene und feuchte Wälder. Der
langsam wachsende Baum kann Höhen bis zu 45 m und einen Stammdurchmesser
von 1 m erreichen (Im Nationalpark Corcovado auf Osa steht ein Dugand mit
knapp 60 m Höhe). Der Dugand wird in Costa Rica "cristobal" genannt und er
weist ein sehr hartes, schweres, feuchtigkeitsresistentes Holz mit
fantastischen Farben auf, die allerdings variieren können. Das Holz wird
für den Haus- und Möbel- und Musikinstrumentenbau genutzt, teilweise auf
für Bahnschwellen.
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Goldregen |
Goldregen-
oder Kassiebaum (Cassia fistula) Goldregenbäume findet man in fast allen
tropischen und subtropischen Gebieten der Erde, man schätzt, daß es ca.
400 Arten gibt. In Costa Rica werden sie "cana fistula" genannt. Der
Kassiebaum wird bis zu 18 m hoch, mit breiter Krone. Die Röhrenfrüchte
hängen an den Ästen hinab, sie messen in der Länge 30-60 cm, in der Breite
nur rund 3cm. Im Gegensatz zum verwandten Johannisbrot, ist die
Außenschale nicht eßbar, sondern die kleinen Plättchen im Inneren mit dem
schmelzenden Fruchtmark. Man nennt das Manna oder Kassie. Roh verzehrt hat
Kassie erstaunliche Wirkungen, in der Volksmedizin wird sie zur Blut- und
Zellreinigung sowie zur allgemeinen körperlichen Entgiftung verwendet.
Ihre Wirkung wird über die Darmtätigkeit erzielt. Das Fruchtmark wird auch
in großem Umfang exportiert, um daraus milde Abführmittel herzustellen,
die selbst Kinder nutzen können.
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Guanacaste |
Guanacaste-Baum,
Grüner Ohrenbaum, Ohrbaum oder Tubroos (Enterolobium cyclocarpum) Der
Guanacaste-Baum, der von Mexico bis ins nördliche Südamerika und dort
(nicht nur) in Trockenwäldern bis in Höhen von 1.200 m vorkommt, ist einer
der mächtigsten Bäume Mittelamerikas. Er wird bis zu 40 m hoch und sein
Stamm erreicht einen Durchmesser bis zu 3 m. Die riesige Krone hängt
teilweise bis auf den Boden. Der Nationalbaum Costa Ricas mit seinen
charakteristischen eingedrehten Früchten war übrigens auch namensgebend
für die Provinz Guanacaste - der Baum wird hier ebenfalls "guanacaste"
genannt. Das Holz des Baumes ist von sehr hoher Qualität, es wird im Möbelbau
verwendet. Charakteristisch ist die Maserung und Färbung des Holzes, creme
und dunkel, teilweise fantastisch geflammt. Früher wurden auch Kanus aus
dem Holz hergestellt. Die Früchte messen
knapp 3 cm im Durchmesser und werden von Tieren gefressen bzw. an
Haustiere verfüttert.
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Guave |
Guavenbaum,
Echte Guave, Guava oder Guayaba (Psidium guajava) Die Pflanze stammt
ursprünglich aus dem tropischen Amerika, und zwar von Mexiko bis Brasilien
- wird aber mittlerweile in den gesamten Tropen und Subtropen kultiviert.
Sie ist ein Busch beziehungsweise Baum, der etwa 8 Meter hoch wird. Die
Pflanze hat einzelstehende Blüten, die weiß und bis zu 2 cm breit sind.
Aus ihr reifen die bei Reife gelben Beeren an, die als Guaven im Handel
sind. Die Frucht ist kugel- oder eiförmig mit einer Länge von etwa 2-12
Zentimetern. Das stark Vitamin-C-haltige Fruchtfleisch hat eine
gelbliche-grünliche Färbung mit einem angenehm süß-säuerlichen Geschmack.
Die zahlreichen Samen können mitgegessen werden. Beim Mitkochen verfärbt
sich das Fruchtfleisch lachsrosa. Die Früchte werden in Dosen konserviert
sowie zu Gelee, Marmeladen, Sirups oder herzhaften Chutneys verarbeitet.
Durch Pressen gewinnt man den Guavensaft, der als Guavennektar im Verkauf
angeboten wird und vielen Multivitaminsäften beigemischt ist. Die Frucht
wird in Costa Rica "guay(j)aba" genannt, sie ist hier nicht selten zu
finden. Als "Medizinbaum" finden aber auch die Blätter, Blüten und die
Rinde der Guave ihre Verwendung. Ein aus ihnen gewonnener Extrakt soll
gegen Durchfallerkrankungen und Verdauungsproblemen helfen.
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Gumbo-Limbo |
Gumbo-Limbo,
Nackter Indianer, Terpentin-, Balsam-, Wissgummi- oder Touristenbaum
(Bursera simaruba) Dieser bis zu 25 Meter hohe Baum ist in offenem
Laubregenwald sehr verbreitet. Er kommt von Mexiko bis nach Venezuela vor.
Man findet ihn in tiefergelegeneren Gebieten bis zu einer Höhe von 1000 m.
ü. M. In Costa Rica wird er "indio desnudo" (Nackter Indianer) genannt. In
seiner Bluetezeit von Februar bis Maerz traegt er gruene bis gelbliche
Bluetengruppen. Seinen Namen "Nackter Indianer" bzw. "Touristenbaum"
beziehen sich auf die sich schälende Rinde und ihre Farbe. Für eine lange
Zeit haben die Einheimischen diesen Baum den Namen Nackten Indianer
gegeben, da sie seine rötliche Rinde an die nackte Haute eines Indianer
erinnert hat. Den zweiten und bis heute sehr gebräuchlichen Namen
Touristenbaum bekam er, nachdem die Einheimischen sahen wie die Haut der
Touristen durch die starke Sonneneinstrahlung innerhalb kurzer Zeit nach
ihrer Ankunft ebenfalls diese leuchtend rote Farbe annahmen und sich ihre
Haut ebenfalls schälte. Seine Rinde wird von Einheimischen als natürliches
Insektizid verwandt, um Vieh und Pferde vor Insektenbissen zu schützen.
Das Harz wird zur Produktion von Weihrauch sowie bei Gastritis, Geschwüren
und zur Heilung von Hautwunden verwendet, Wirkstoffe seiner ätherischen
Öle finden in der modernen Medikation Verwendung.
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Indischer
Mandelbaum |
Indischer
Mandelbaum oder Seemandelbaum (Terminalia catappa) Der Indische Mandelbaum
ist mittlerweile in nahezu allen tropischen Gebieten der Erde verbreitet,
stammt jedoch ursprünglich aus Südost-Asien. Die weite Verbreitung hat der
Baum seiner schwimmfähigen Früchte zu verdanken. In Costa Rica wird er
übrigens "almendro de la playa" (Strandmandel), "almendro indio"
(Indische Mandel) oder "almendro tropical"
(Tropische Mandel) genannt - "almendro" = Mandel. Der Indische Mandelbaum wird wegen seiner
Salztoleranz vor allem als Schattenspender in Strandnähe kultiviert. Der
Baum bildet eine etagenförmig aufgebaute Krone, die breit ausladend eine
Höhe bis 12 m erreicht. Die Blüten stehen in länglichen Blütenständen, sie
fallen durch zahlreiche weißlich-gelbe und an der Spitze rosarote
Staubblätter auf. Die verkehrt eiförmigen Blätter des Indischen
Mandelbaumes sind sehr groß und stehen büschelig am Ende der Zweige. Ihre
Oberseite ist glatt und ihre Unterseite weich behaart. Die knapp 6 cm
großen Früchte sind beiderseits gewölbt. Die gerbstoffreiche Fruchtschale
des Indischen Mandelbaumes wird - ebenso wie die Rinde des Stammes - zum
Gerben verwendet. Die mandelartig schmeckenden Samen „Indischer Mandeln„
enthalten bis zu 50 % Ölanteile und können roh gegessen werden. Das wissen
ganz offensichtlich auch Aras und andere Papageien, zu deren bevorzugten
Futterbäumen der Indische Mandelbaum zählt. Speziell am Golfo Dulce kann
man tagsüber die seltenen Hellroten Aras in den Mandelbäumen beobachten.
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Inga-Baum |
Inga-Baum,
Inga oder Guaba (Inga edulis) Originaler Schattenbaum aus Lateinamerika,
er ist mittlerweile vom Süden Mexikos bis ins zentrale Südamerika
verbreitet. In Costa Rica findet man ihn viel in der Region um den Golfo
Dulce, er wird hier "guaba chilillo" oder "cacao-guaba" genannt. Der Baum
aus der Familie der Mimosengewächse erreicht eine mittlere Höhe von 12 bis
15 m, die Krone ist licht und sehr verzweigt. Die Blätter sitzen an einem
Mittelstiel, parallel angeordnet. Die Frucht besteht aus einer
zylindrischen Schote von olivgrüner Farbe, die zwischen 60 und 100 cm
Länge erreicht. Innerhalb dieser Schote findet man 10 bis 20 bohnenartige
Samen, die von einer süsslich schmeckenden Fruchthülle umgeben sind.
Essbar ist nur eine relativ dünne Schicht von schwammig weissen
Fruchtfleisch, das die Samen umhüllt, die Samenkörner selbst sind nicht
zum Verzehr geeignet, sie verfüttert man an Haustiere. Das geniessbare
Innere der Frucht wird auch "Ice Cream Bean" genannt.
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Kaffee |
Kaffeestrauch
(Coffea ssp.) Ursprünglich aus Afrika stammender Strauch, der im Wildwuchs
eine Höhe von 16 Metern erreichen kann und mittlerweile in der alten und
neuen Welt wegen seiner Kaffeebohnen kultiviert wird. Die Kaffeebohnen
werden aus Steinfrüchten verschiedener Pflanzenarten aus der Familie der
Rubiaceae gewonnen. Die beiden wichtigsten Arten der Kaffeepflanze sind
Coffea arabica (Arabica-Kaffee) und Coffea canephora (Robusta) mit vielen
Sorten/Varietäten. Je nach Art der Kaffeepflanze, Sorte der Kaffeebohne
und Anbauort gibt es unterschiedliche Qualitätsstufen. Optimale
Bedingungen für die Kaffeepflanzen sind Höhenlagen zwischen 500 und 1.800
Metern, regelmäßige Niederschläge und abgegrenzte Trockenperioden. Junge
Kaffeepflanzen werden rund vier Jahre im Samenbeet aufgezogen, erst danach
tragen die Pflanzen erstmalig Blüten und Früchte, die letzteren müssen
acht bis 10 Monate reifen, bevor sie geflückt werden.
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Kakao |
Kakaobaum
(Theobroma cacao) Die ursprüngliche Heimat des Kakaobaumes liegt in den
tropischen Regenwäldern Brasiliens, mittlerweile wird er überall in der
Nähe des Äquators kultiviert. Als relativ kleinbleibender Baum von nur
vier bis acht Meter Höhe überragt er knapp die Strauchschicht des Waldes.
Kakaobäume vertragen weder Trockenheit, noch Kälte oder Wind und auch
keine Staunässe. Deshalb gedeihen sie am besten inmitten eines möglichst
naturnahen Regenwaldes, der natürliche Beschattung, Windschutz,
organischen, lockeren Boden und ein förderliches Mikroklima, d.h.
gleichbleibend hohe Luftfeuchte und Temperatur bietet. Die Blätter sind
ca. 25 cm lang, dunkelgrün und ledrig, die Pfahlwurzeln der kleinen Bäume
reichen 2 m tief. Direkt am blattlosen Stamm oder an starken Seitenästen
wachsen dichte Büschel mit kleinen, weißlichen Blüten. Die Bestäuber, bei
Kakao sind es winzige Insekten wie Mücken, Ameisen und Blattläuse,
erreichen die Blüten dort leichter als im dichten Gewirr der Blätter. Ein
weiterer Vorteil dieses ungewöhnlichen Blühortes ist, daß der Baum viele
der bis zu 1,5 kg schweren Kakaofrüchte tragen kann ohne
zusammenzubrechen. die Kakaofrüchte benötigen eine Reifezeit von fünf bis
acht Monaten und färben sich in diesem Zeitraum von weiß zu rotbraun. Aus
den Kakaobohnen, die sich im Inneren der Frucht befinden, wird dann in
einem arbeitsintensiven Prozeß die begehrte Kakaomasse gewonnen. Das Wort
" Cacao" stammt übrigens aus dem aztekischen Wort "xocoatl", das soviel
wie "herb" oder "würzig" bedeutet. Der wissenschaftliche Name "Theobroma"
bedeutet dagegen "Speise der Götter".
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Kalebassenbaum |
Kalebassenbaum
(Crescentia cujete) Der Kalebassenbaum ist in Mittel- und in Südamerika
heimisch, wird bis zu 10 m hoch und besitzt lange, hellgrüne Blätter, die
spiralförmig rund um die Äste wachsen. In Costa Rica wird er "guiro" oder
"jicaro" genannt, er kommt hier überall bis in Höhen von 1.500 m vor. Die
länglichen oder runden Früchte haben einen Durchmesser von höchstens 30 cm
und können dabei ein Gewicht von knapp 10 kg erreichen. Das Fruchtfleisch
des Baumes ist allerdings mehr oder weniger ungenießbar, bei einigen
Naturvölkern dient es auch als starkes Abführmittel, äußerlich auf die
Haut aufgetragen auch als Heilmittel gegen Hautkrankheiten,
Hautwucherungen und gegen Sonnenbrand. Gekocht wird das Fruchtfleisch als
Medizin gegen Erkältungen, Asthma und Tuberkolose empfohlen... Aus der
wasserundurchlässigen Schale fertigen die Einheimischen Gefäße,
Musikinstrumente und Handtaschen. Kurios ist, daß die blaßgelben Blüten
ausschliesslich nachts einen Duft ausströmen, der an Käse erinnert und so
Fledermäuse anlocken. Diese saugen den Nektar aus den Blüten und bestäuben
so reihum die anderen Blüten des Baumes. Aus den Blüten bilden sich dann
die Früchte.
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Kanonenkugelbaum |
Kanonenkugelbaum
(Couroupita guianensis) Der Kanonenkugelbaum wächst in den Regenwäldern
Mittel-und Südamerikas bis auf eine Höhe von 45 Metern heran. Ein Merkmal
dieses Baumes sind seine bis ein Meter langen Trauben, roter,
wohlriechender Blüten, die am Stamm von kurzen, blattlosen Ästen
herabhängen. Die Blüten enthalten große Mengen an Nektar und werden sowohl
häufig von Fledermäusen als auch von Bienen besucht. Wenn die Blüten
befruchtet sind, entwickeln Sie sich nach acht bis neun Monaten zu
gründen, kokosnussgrossen sogenannten Kanonenkugeln, die über einen
Kilogramm schwer sind.
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Kapokbaum |
Kapok-
oder Wollbaum (Ceiba pentandra) Der Ku-Mah-Kah ist in tropischen Mittel-
und Südamerika weit verbreitet - er ist einer der beeindruckendsten
Urwaldriesen. Der Kapokbaum erreicht Höhen von 50 bis 60 Metern, die es
ihm ermöglichen, die Blätterschicht des Regenwaldes zu überragen. Er
gehört damit zu den größten Bäumen des tropischen Regenwaldes, diese
werden auch Emergenten (Überständer) genannt. In der gewaltigen Krone des
Kapokbaumes findet man häufig die Nester von Harpyien. Die Fasern dieses
Baumes werden als Isolier- und Polstermaterial, das Öl der Samen wird zur
Seifenerzeugung oder als Leuchtöl genutzt. Der abgebildete Kapokbaum gilt
als abgestorben und steht auf Osa in der Nähe des Weges Rincon > Drake
Bay.
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Kautschukbaum |
Kautschuk-
oder Gummibaum (Hevea brasiliensis) Der schmale Kautschukbaum erreicht
Höhen zwischen 30 bis 40 Metern, dabei aber nur einen Durchmesser von rund
35 Zentimetern. Ursprünglich war das Vorkommen auf die tropischen Regionen
des Amazonasgebietes beschränkt. Die Indianer nannten die Pflanze auch
ca-hu-chu, was soviel wie weinendes Holz bedeutet. In Costa Rica wird der
Baum "arbol de caucho" oder "arbol de hule" genannt. Im Alter von fünf bis
sechs Jahren können die Bäume für die Gewinnung von Naturkautschuk
"angezapft" werden. Im 15. Jahrhundert berichteten die Spanier zuerst von
Latex und erkannten die positiven Eigenschaften, wie zum Beispiel
wasserdichte Kleidung durch Beschichtung mit dem dickflüssigen Saft. Nach
der Entdeckung des Herstellungsverfahrens von Gummi in Jahr 1839 erhöhte
sich die Nachfrage enorm und führte zu einem Boom in Brasilien. Brasilien
versuchte dann vergeblich das Weltmonopol zu behalten. Trotz der
Todesstrafe auf den Schmuggel des Samens oder der Pflanze gelang es dem
Biologen Henry Wickham 1876 Samen außer Landes zu bringen. In den
ostasiatischen Gebieten entstanden in den späten 1890er Jahren die ersten
Plantagen und bald verdrängte Kautschuk aus Malaysia den brasilianischen
vom Weltmarkt.
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Klusie |
Klusie
oder Balsamapfel (Clusia rosea) Der im tropischen Mittel- und Südamerika
vorkommende, schlanke, glatte Stamm der Klusie, der eine Höhe bis zu 18 m
erreicht, trägt eine dichtbelaubte Blattkrone. Die Klusie ist ein Würger,
(siehe: Würgefeige). In Costa Rica ist sie relativ häufig in Guanacaste
und in der Region Golfo Dulce zu finden, sie wird hier "azahar de montaña"
genannt. Beinahe alle Teile dieses Baumes werden als Heilmittel genutzt.
Beispielsweise soll ein Extrakt aus Blüten und Blättern Atembeschwerden
lindern, Extrakte aus Fruchtschalen und Rinde werden als Anti-Theumatikum
genutzt. Der Milchsaft der Klusie wirkt stark abführend, pulverisiert bzw.
getrocknet wird er zur Wunddesinfektion und zur Schmerzlinderung genutzt.
Die großen Blätter der Klusie wurden zur Herstellung von "Hüten", als
provisorische Schüsseln und Kelche genutzt.
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Kohlpalme |
Kohl-,
Palmito-, Assasi- oder Juaçarapalme (Euterpe edulis) Die einstmals in
Mittel- und Südamerika häufig vorkommende, bis zu 30 m große, solitäre
Fiederpalme mit schlankem, hohem Stamm und dunkel - grünen Blättern mit
elegant herabhängenden Fieder-Segmenten ist mittlerweile stellenweise
selten geworden. In Costa Rica wird sie "palmito" genannt und stellt den
Hauptlieferant der sogenannten "Palmherzen" oder "palmitos", die frisch
oder auch in Dosen angeboten werden dar, außerdem wird aus den kleinen,
violetten Früchten ein beliebtes Erfrischungsgetränk hergestellt, das
"Assai". Während die Gewinnung des Assai den Bestand nicht bedroht, sieht
das bei den Palmenherzen anders aus. Hier handelt es sich in der Tat um
das "Herz" der Palmen, weißliche Vegetationskegel, die von Blattknospen
und einer Schicht sehr junger Blätter umhüllt werden. Je nach Art der
Palme gewinnt man ein rund 15 cm dickes und mehrere Meter langes Palmito
aus einer rund 15 Jahre alten Palme. Die Gewinnung des Palmito bedeutet
also den Tod der Palme, sie liefert also diese Delikatesse nur ein
einziges Mal - und genau das ist der Grund, warum diese Palme mittlerweile
recht selten zu sehen ist.
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Kokospalme |
Kokospalme
oder Kokosnusspalme (Cocos nucifera) Die Kokospalme ist ein tropischer
Baum aus der Familie der Palmengewächse, der an fast allen tropischen
Küsten dieser Erde wächst, da der Samen, die Kokosnuß, schwimmfähig ist
und über das Meer verbreitet werden kann. Die Kokospalme ist ziemlich
salzwasserresistent, und auch der Samen keimt in salziger Umgebung. Die
Heimat dieser Fiederpalme ist wegen der starken Verbreitung nicht mehr
genau nachvollziehbar, dürfte aber im Indischen Ozean liegen. Diese Palmen
werden in Costa Rica "coco" oder "cocotero" genannt. Je nach Art werden
Kokospalmen bis zu 30 Meter hoch. Die Baumkrone besteht aus bis zu 5 Meter
langen palmentypisch gefiederten Blättern. Aus den Blattachsen wachsen die
verzweigten Blütenstände mit jeweils bis zu 40 weiblichen und über 10.000
männlichen Blüten. Der Baum trägt das ganze Jahr über Früchte, die in
seiner Krone in Gruppen verschiedener Entwicklungsstadien wachsen, so dass
reife Kokosnüsse ständig nachwachsen. Der Kern der Kokosnuss enthält ein
weißes Fleisch, aus dem Kokosöl hergestellt wird und die Kokosmilch, eine
süße, etwas trübe wohlschmeckende Flüssigkeit. Das getrocknete
Fruchtfleisch nennt man Kopra, dieses kommt z.B. geraspelt als
Kokosflocken in den Handel. Man kann daraus jedoch z.B. auch Aromen
gewinnen oder Fette herstellen.Das Holz der Kokospalme wird für den
Hausbau, für Möbel oder auch im Schiffbau verwendet. Die Blätter werden zu
Besen zusammengebunden, zu Matten, Hüten, Körben usw. verarbeitet und als
Dacheindeckung genutzt. Kokospalmen wachsen zwar überall in Strandnähe
wild, sie werden jedoch in regelrechten Wäldern kultiviert und stellen
einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor für die betreffenden
Länder dar. Kokospalmen liefern ab der zwölften Ernte vollen Ertrag und
können mehr als 100 Jahre alt werden.
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Mahagoni |
Mittelamerikanischer
Mahagonibaum (Swietenia mahagoni) Der Mahagonibaum, der eine Höhe zwischen
30 und 45 Metern erreichen kann, kommt in ganz Mittelamerika vor. Sein
Name " Mahagoni", stammt aus Afrika und war die Bezeichnung des
afrikanischen Mahagonibaumes. Sklaven, die in die neue Welt verschleppt
wurden, behielten dann diesen Namen für die sehr ähnlichen Bäume
Mittelamerikas bei. Das Holz des mittelamerikanischen Mahagonibaumes gilt
als das beste aller Mahagoniarten. Mahagoni zählt zu den beliebtesten
Möbelhölzern, es wird aber auch in vielen anderen Sparten verwendet. Das
die Nutzung von Edelhölzern nicht unweigerlich Zerstörung der Natur
bedeutet, hat die Kultivierung von Mahagoni in Plantagen nachdrücklich und
eindrucksvoll bewiesen.
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Mandelbaum |
Wald-
oder Bergmandelbaum (Dipteryx panamensis) Die höchsten und ältesten Bäume
sind die Wald-Mandelbäume, sie kommen endemisch nur in Costa Rica, Panama
und Kolumbien vor und können Höhen bis zu 50 Metern erreichen. Außerdem
liefern sie ein attraktives Hartholz und Mandeln. Lange Zeit besaßen die
Bäume einen natürlichen Schutz vorm Menschen: Ihr Holz ist außergewöhnlich
hart und so manche Kettensäge hat sich hieran vergeblich versucht,
Termiten können es nicht fressen und es ist schwerer als Wasser. Durch
modernere Geräte hat sich dies geändert. In den letzten Jahren wurden
somit viele dieser Bäume abgeholzt, und relativ unbeachtet mit ihnen
verschwanden die Brutplätze und Nahrungslieferanten für die Grünen Aras.
Das ändert sich gerade durch verschiedene Projekte und es bleibt zu
hoffen, daß die Maßnahmen zur Erhaltung der Bäume - und damit auch zur
Erhaltung der Grünen Aras greifen. Der abgebildete Mandelbaum steht
übrigens am Delta des Rio Esquinas am Golfo Dulce.
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Mango |
Mangobaum
(Mangifera indica) Die Gattung Mangifera umfasst rund 40 Arten immergrüner
hoher Bäume, die ursprünglich in Ostasien beheimatet waren. Die wichtigste
fruchttragende Art ist Mangifera indica, die Mango, die in Indien wild
vorkommt - mittlerweile aber überall in den Tropen angebaut wird, darunter
auch in den USA, Mexiko und weiteren Ländern Mittel- und Südamerikas, in
der Karibik, im tropischen Gürtel Afrikas, in weiten Teilen Asiens wie z.
B. den Philippinen und auch in Australien. Indien gilt mit einer
Produktion von 9,5 Millionen Tonnen im Jahr jedoch immer noch als
Hauptproduzent von Mangofrüchten. In Costa Rica findet man sie überall,
häufig jedoch im Südwesten Costa Ricas. Sie wird hier ebenfalls "mango"
genannt. Der immergrüne Mangobaum kann bis zu 40 Meter hoch werden und an
der Spitze eine Breite von 10 Metern erreichen. Neue Blätter sind anfangs
lachsfarben, werden aber bald dunkelgrün. Die kleinen, weißen bis
rosafarbenen Blüten stehen in aufrechten Rispen. Wenn sie sich öffnen,
duften sie nach Lilien. Nachdem die Blüten verwelkt sind, dauert es noch
drei bis sechs Monate, bis die Früchte reif sind. Die reife Mangofrucht
hängt an langen Stielen am Baum und wiegt bis zu zwei Kilogramm. Die
Frucht enthält einen großen, abgeflachten Steinkern. Die geschälte Frucht
hat einen leicht süßlichen Duft, sie ist oval, 8 - 30 cm lang, fleischig,
meist im Anfang gelb oder grün und in der Reife rötlich. Die Schale ist
dick und drüsig, das Fruchtfleisch orange oder gelblich, manchmal faserig
trocken, meist aber sehr saftig. Mangofrüchte werden zum Obst gezählt. Es
gibt inzwischen über 1000 Mangosorten, die sich in Form, Größe und
Geschmack unterscheiden. Die Früchte werden zu Saft, Kompott, Marmelade
und Eiscreme verarbeitet, finden jedoch auch in herzhaften Chutneys
Verwendung. Die Reife einer Frucht kann man daran erkennen, dass sie
duftet und auf Druck leicht nachgibt. Mangos sollen übrigens auch den Darm
beruhigen, weil sie gut verdaulich seien. In Indien werden Mangos
verwendet, um Blutungen zu stoppen, um das Herz zu stärken, und man
schreibt ihnen einen positiven Effekt auf das Gehirn zu. Ihr hoher
Eisengehalt macht sie bei Anämie wertvoll. Durch den hohen Gehalt an
Vitamin A können Mangos vorbeugend gegen Infektionen und
Erkältunhgskrankheiten eingesetzt werden und sorgen für gesunde
Schleimhäute.
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Mangrove |
Schwarze
Mangrove (Avicennia germinans) Mangrovenwälder finden sich in den
tropischen und subtropischen Klimazonen in Äquatornähe. Wichtig ist eine
maximale Wassertemperatur von mehr als 24 Grad Celsius und der jährliche
Niederschlag sollte mindestens 1250 mm betragen. Man unterscheidet je nach
Gebiet drei Typen von Mangroven: Küstenmangroven, Flussmündungsmangroven
sowie Riffmangroven. In Costa Rica sind vor allem die Küstenmangroven sehr
verbreitet. Unter Mangroven versteht man Pflanzen oder
Pflanzengemeinschaften, die im Gezeitenbereich der Meere gedeihen. Sie
bestehen aus kleineren Büschen und Bäumen, die bis zu 30 m Höhe erreichen
können. Mangroven leben in einer sich ständig verändernden Umgebung,
regelmäßig werden die Pflanzen von den Gezeiten mit salzigem Wasser
überschwemmt und danach wieder trocken gesetzt. Charakteristisch für die
Mangroven sind die undurchdringlichen Wurzelgeflechte, die den Pflanzen
Halt im lockeren und feinen Untergrund geben. Während der Ebbe ragen sie
weit aus dem Wasser empor und bilden schmale Kanäle im Mangrovenwald, bei
Flut sind oft nur noch die Baumkronen sichtbar. Die Ableger und Früchte
der Mangroven können ohne Ausnahme auf dem Wasser schwimmen. Die über 70
verschiedenen Arten haben unterschiedliche Methoden zur Vermehrung
entwickelt. Besonders interessant ist die Methode der viviparösen: Die
Samen entwickeln sich auf dem Baum in bis zu 3 Jahren zu speerartigen,
rund einen Meter langen Ablegern mit Wurzeln, bevor sie ins Wasser fallen.
Die Ableger treiben horizontal auf dem Salzwasser, bis sie Brackwasser
(eine Mischung aus Salz- und Süßwasser) erreichen. Hier drehen sie ihre
Wurzeln nach unten und bohren sich in den Sand. Auf diese Weise vermeiden
diese Mangroven, in zu stark salzhaltigem Wasser zu siedeln. Mangroven
gehören zu den komplexesten und produktivsten Ökosystemen der Erde, was
lange Zeit nicht erkannt wurde. Leider wurden bisher schon rund die Hälfte
der weltweit existierenden Mangrovenbestände unwiederbringlich vernichtet.
Das hat weitreichende Folgen: Fisch und Krustentierrückgänge, verstärkte
Erosion an den Küsten, Aus- bzw. Abschwemmung der Flüsse, Versandung von
Riffen etc.
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Maniok |
Maniok
oder Kassava (Manihot esculenta) Maniok entstammt der arten- und
formenreichen Pflanzenfamilie der Wolfsmilchgewächse, die alle Milchsaft
führen. Maniok ist ein mehrjähriger, 2 bis 5 m hoher Strauch mit
handförmigen Blättern. Er stammte ehemals aus dem tropischen Amerika und
wird heute weltweit angebaut. Seine bis 90 cm langen und bis 5 kg schweren
Knollen enthalten rund 30% Stärke in der Trockensubstanz und übertreffen
damit Kartoffeln, Mais und Reis. Zudem erreicht der Flächenertrag von
Maniok mit ca. 20 Tonnen Stärke je Hektar absolute Spitzenwerte. Er nimmt
unter den Weltnahrungspflanzen nach Weizen, Mais, Reis, Gerste und
Kartoffeln die sechste Stelle ein. Seine Bedeutung ist umso größer, da der
Maniok sehr anspruchslos ist. Er gedeiht in den nährstoffarmen, tropischen
Böden und verträgt sogar Trockenheit. Die Knollen können jahrelang im
Boden verbleiben ohne zu verderben und bei Bedarf geerntet werden. Das
macht ihn zur wichtigsten Nahrungspflanze für Selbstversorger. Ein hoher
Gehalt an Linamarin, einem giftigen und bitteren Blausäure-Glykosid, ist
ein Nachteil der weit verbreiteten Nahrungspflanze. Das Linamarin setzt
bei Ernte und Verarbeitung der Knollen schädliche Blausäuredämpfe frei,
dem kann jedoch durch moderne Verarbeitungsmaschinen entgegengewirkt
werden. Vor dem Verzehr wird Maniok auch unter einfachsten Verhältnissen
auf jeden Fall erhitzt um die Giftigkeit zu beseitigen. Er kann in Stücken
gekocht, frittiert oder als Brei gegessen werden. Die wichtigste
industrielle Verwendung ist aber die Verarbeitung zu Mehl- bzw. Stärke.
Dazu werden die frischen Knollen geschält, geraspelt oder nass gemahlen
und anschließend getrocknet oder trocken geröstet. Das Endprodukt, die
erhitzte Stärke, die man auch Tapioka nennt, ist frei von Gift- oder
Bitterstoffen und leicht verdaulich. Sie kommt auch bei uns als
Bindemittel in den Handel. Maniok wird in Costa Rica "yuca" genannt und
ist nicht zu verwechseln mit der Gattung Yucca aus der Familie der
Agavengewächse, die in Europa als Zimmerpflanzen weit verbreitet sind.
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Manzanillobaum |
Manzanillo(a)-
Strandapfel- oder Manchinellbaum (Hippomane mancinella) Der Manzanillobaum
ist im tropischen Amerika, wo er entlang von Ozeanstränden häufig dichte
Gruppen bildet, beheimatet. Er wird aber auch gelegentlich in Indien und
anderen tropischen Ländern angepflanzt. In Costa Rica kommt er überall
vor, viele der Bäume stehen in Guanacastes Küste - hier wird er
"manzanillo" genannt. Der stattliche Baum mit feingesägten, glänzenden
Blättern ist eine auffallende Erscheinung, er wird bis zu 20 m hoch und
erreicht einen Stammdurchmesser von 60 cm. Vorsicht: Sein Milchsaft ruft
schwere Hautentzündungen hervor. Die Homöopathie verwendet ihn in starker
Verdünnung bei dermatologischen Erkrankungen. Auf der Haut ruft der Saft
nach kurzer Zeit heftiges Brennen, Entzündungen und Bläschen-Ausschlag
hervor. Gerät ein kleiner Tropfen des ätzenden Milchsaftes oder der Rauch
des brennenden Baumes ins Auge, besteht die Gefahr des Erblindens. Sogar
Regentropfen, die von einem Manzanillo-Baum fallen, können
Hautschädigungen und schwere Augenreizungen verursachen. Die Früchte des
Baumes werden zar von Fledermäusen gefressen - für Menschen sind sie
jedoch ebenso giftig. An vielen Küsten sind Manzanillobäume noch relativ
häufig zu finden, werden aber wegen ihrer Gefährlichkeit nach und nach
abgeholzt.
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Meertraube |
Meer-,
Seetraube oder Wassermandel (Coccoloba uvifera) Die Meertraube aus der
Familie der Knöterichgewächse ist der universelle Schattenspender an
vielen Sandstränden in Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik. Von
dort stammte sie ehemals, mittlerweile ist sie in fast allen tropischen
und subtropischen Gebieten der Erde verbreitet. In Costa Rica wird sie
"uva de playa" = Strandtraube oder "papaturro" genannt. Sie wächst als
immergrüner, mehrstämmiger Baum und kann bis zu 15 Meter hoch werden. Die
wind- und salzresistente Meertraube ist Nutz- und Zierpflanze, ihre
ledrigen Blätter sind herzförmig und von rötlichen Adern durchzogen.
Hitze, Wind oder die salzhaltige Meeresgischt können ihnen nichts anhaben.
Die Meertraube liefert essbare und verwertbare Früchte, Brennholz und
Farbstoff. Die Früchte stehen mehr oder weniger dicht gedrängt in
traubenförmigen Ständen, darauf deutet auch ihr Name hin "uvifera" =
traubentragend. Ihr Fruchtfleisch ist süß mit feiner Säure. Es wird frisch
verzehrt, zu Gelee oder Wein verarbeitet. Die Wurzel wird in der
Volksmedizin gegen Durchfall und die Baumrinde gegen Halsentzündungen
eingesetzt.
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Mimose |
Mimose
(Mimosa pudica) Die Mimose ist eine holzige und krautige tropische
Pflanze, die zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae, Leguminosae) und
zur Unterfamilie der Mimosengewächse (Mimosoideae) gehört. Oft werden auch
kultivierte Akazien als "Mimosen" bezeichnet (siehe unten). Mimosen
stammen aus dem tropischen Mittel- und Südamerika, wo sie tropische Wälder
und Kulturregionen bevorzugen und bis auf über 2.000 m Höhe vorkommen. In
Costa Rica kommen sie häufig in den Regenwäldern um den Golfo Dulce vor,
sie werden hier "mimosa" genannt. Mimosen sind Holzpflanzen, die
Strauchgröße (Akazien: Baumgröße) erreichen. Sobald die kleine Pflanze
Druck auf ihren Blättern "spürt", beispielsweise durch Berührung, Wasser
oder stärkeren Wind, klappen die kleinen Zweige und Blätter in
Sekundenschnelle zusammen, dabei wird jedoch nur die betroffene Region der
Pflanze blattweise eingeklappt. Nach einigen Minuten strecken sich die
eingezogenen Zweige und Blätter wieder aus. Daher kommt auch der englische
Name "Touch-me-not" oder "Berühre mich nicht", lateinisch "mimus" =
Schauspieler. Die Zweige der Mimosen besitzen schützende Dornen. In der
Nacht ziehen sich die Blätter zusammen (in die Schlafstellung) und
reagieren nicht so stark wie am Tag.
Die Akazien
(Acacia) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Hülsenfrüchtler
(Fabaceae), Unterfamilie Mimosengewächse (Mimosoideae). Die Gattung
umfasst mehr als 1.300 Arten. Akazien, die in wärmeren Regionen häufig als
Ziergehölze gepflanzt werden, werden dort häufig "Mimosen" genannt. Die
echte Mimose (siehe oben) ist jedoch ein kurzlebiger Halbstrauch mit rosa
Blütenköpfchen. Akazien sind sommergrüne Bäume oder Sträucher, die meisten
Arten zeichnen sich durch bösartige Dornen aus und werden daher im
Englischen auch als "Dornenbäume" bezeichnet. Akazien haben entweder
paarig gefiederte Blätter oder es übernehmen Phyllodien, also abgeflachte
Blattstiele, die Photosynthese-Funktion der Blätter. Die winzigen Blüten,
sattgelb bis weiß, sitzen dichtgedrängt in kugelförmigen oder
zylindrischen Ähren oder Köpfchen angeordnet. Oft verströmen sie einen
starken Duft und bringen reichlich Pollen hervor, der Bienen anzieht. Die
Früchte bestehen aus runden oder auch abgeflachten Hülsen. Die Samen sind
in der Regel sehr lange lebensfähig.
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Ölpalme |
Ölpalme
(Elaeis guineensis) Diese Palme gehört zu den wirtschaftlich bedeutendsten
Palmenarten. Ursprünglich in Afrika beheimatet, wird sie inzwischen auch
im tropischen Amerika und insbesondere in Südostasien kultiviert. In Costa
Rica findet man viele Ölpalmenplantagen an der Pazifikküste zwischen
Puntarenas und Dominical. Die bis zu 35 Meter hohe Palme produziert
Fruchtstände mit einem Gewicht von bis zu 50 Kilogramm, die mehrere
Tausend Früchte enthalten. Die Früchte sind schnell verderblich und müssen
daher sofort nach der Ernte verarbeitet werden. Dabei werden die
Fruchtstände mit Wasserdampf behandelt um ein fettspaltendes Enzym zu
zerstören. Anschließend werden die Früchte gequetscht und die Steinkerne
abgetrennt. Die harte Schale wird geknackt und die Samen werden
getrocknet. Das orangefarbige Fruchtfleisch liefert das Palmöl, das zu
Margarine und Kochfett verarbeitet wird, der Samen liefert das Palmkernöl,
das vorwiegend zur Herstellung von Seife dient.
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Orleansbaum |
Orleansbaum
oder Annatostrauch (Bixa orellana) Der bis zu 8 m hohe Strauch kommt im
gesamten tropischen Amerika vor, in Costa Rica überall, häufig in der
Region um den Golfo Dulce. Hier wird er "achiote" genannt. Die Samen
werden unter der Bezeichnung Annatto als natürlicher Farbstoff in
Lebensmitteln und zu kosmetischen Zwecken verwendet, so z.B. als
Farbstoffzugabe bei Käse und Butter, als rote Körperbemalung bei indios
(Schutz gegen Sonnenbrand und Hautpilzen, zur Insektenabwehr und zu
spirituellen Zwecken) oder zur Herstellung von Lippenstiften. Die Blätter
finden Verwendung in der Medizin, sie werden als Heilmittel, unter anderem
gegen Bronchitis und Augenentzündungen genommen.
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Papaya |
Papaya
oder Melonenbaum (Carica papaya) Der Papayabaum ist ein tropischer,
palmähnlicher Baum, der zur Familie der Melonenbaumgewächse gezählt wird.
Der Baum stammt ursprünglich aus dem Tiefland und Küstenregionen des
tropischen Amerikas. Schon zu Beginn des 16. Jahrhundert begannen die
Spanier damit, diese Pflanze auch auf den Antillen und den Philippinen
anzupflanzen. Heute wird sie weltweit in den Tropen und Subtropen
kultiviert.In Costa Rica findet man sie überall, sie wird hier "papaya"
genannt. Die Papaya wächst in ihrer Jugend sehr schnell, rund einen Meter
pro Jahr und erreicht dann eine max. Höhe von knapp 9 m. Die Frucht wird
länglich-oval etwa 25 cm im Längsschnitt groß und kann ein Gewicht - je
nach Art - von 0,5 - 6 kg erreichen. Die Schale der vollständig
ausgereiften Frucht ist gelblich-grün, das Fruchtfleisch ist hellorange
bis rosa und enthält in der Fruchtmitte schwarze Kerne die von einem
Häutchen umgeben sind. Die Kerne der Papaya enthalten große Mengen an
Papain einem eiweißspaltenden Enzym. Sie wurden früher in der Volksmedizin
als Entwurmungsmittel verwendet und heute in Pulverform als Zartmacher für
Fleisch. Sofern sie in der Küche nicht zur Verfügung stehen, reicht es
jedoch aus, rohes Fleisch in die Blätter des Papayabaums einzuwickeln oder
in frischem Papayasaft um diesen Effekt zu erzielen, ein ähnlicher Effekt
läßt sich ebenfalls mit frischem Ananassaft erreichen.
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Pochote |
Pochote,
Stachelrindenbaum oder Dornzeder (Bombacopsis quinatum) Der Pochote kommt
von Mexico über Mittelamerika bis ins tropische Südamerika vor, sein
Habitat sind trockene Wälder. In Costa Rica wird er ebenfalls "pochote"
genannt. Verwechslungen ergeben sich mit dem Dugand, teilweise werden
Pochotes ebenfalls als Dugand bezeichnet. Der schnellwachsende Pochote
kann über 50 m hoch werden, sein Stamm ist mit Stacheln versehen und sein
weiches Holz ist resistent gegen Schädlinge und wegen hoher Anteile von
Gerbstoffen sehr haltbar. Es wird für den Haus-, Boots- und Möbelbau
genutzt.
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Rizinusbaum |
Rizinus-,
Wunder-, Hunds-, Läuse-, Kreuzbaum, Palma Christi oder Christuspalme
(Ricinus communis) Der Rizinusbaum ist ein Baum aus der Familie der
Wolfsmilchgewächse, ehemals beheimatet in Asien und Afrika - mittlerweile
aber in allen tropischen Regionen der Welt kultiviert. In Costa Rica kommt
er überall bis in Höhen von 1.800 m vor, er wird hier "higuerilla"
genannt. Der immergrüne Baum, eine der schnellwüchsigsten Pflanzen
überhaupt, wird unter idealen Bedingungen innerhalb von 4 Monaten bis zu 5
Meter hoch, nach einigen Jahren kann er bis zu 13 Meter erreichen. Die
palmähnlichen und glänzenden rötlich bis tief-purpurnen, an langen
Stängeln stehenden Blätter sind 30 - 70 Zentimeter groß, handförmig,
wechselständig und fünf- bis elflappig. Auch die stark wasserhaltigen
Stämme sind rot überlaufen. Das in den Samen enthaltene Ricin gehört zu
den giftigsten Stoffen überhaupt und kann nach dem Verzehr zum Tode
führen. Die Wirkung des Ricin hat sogar schon das Interesse der britischen
Armee geweckt, so dass es als Kampfgift in Erwägung gezogen und erprobt
wurde - die kompletten Vorräte wurden jedoch wieder vernichtet. Abgesehen
von der Giftigkeit der Samen, wird hieraus auch das Rizinusöl gewonnen,
ein bekanntes Abführ- und technisches Schmiermittel.
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Rosa
Trompetenbaum |
Rosa
Trompetenbaum (Tabebuia rosea) Der schnellwüchsige, bis zu 35 m hoch
wachsende Trompetenbaum ist von Mexiko bis Kolumbien verbreitet und
erreicht an der Stammbasis einen Durchmesser von knapp 2 m. In Costa Rica
wird er "roble de sabana" genannt. Trompetenbäume bilden sehr häufig das
Bild der mittel- und südamerikanischen Landschaft und Städte. Leider sind
sie auch bei Holzunternehmen sehr beliebt - das rosa-braune Holz dieses
Baumes ist nämlich sehr beständig und hart und wird für
Hauskonstruktionen, Möbel, Schiffsbauten und Landwirtschaftsgeräte
genutzt. Einige Indianerstämme haben das Holz zur Herstellung von Bögen
und Pfeilen benutzt und deshalb haben sie den Baum "Pfeil" benannt.
Indianer der Guarani- und Tupi-Stämme bezeichnen den Baum "tajy", d. h.
"Kraft und Dampf haben" und verwenden die Rinde zu verschiedenen
Heilmethoden. Heutzutage kommt dem Baum auch in der modernen Medizin immer
mehr Bedeutung zu, verschiedene Medikamente bauen auf seinen Wirkstoffen
auf.
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Stachelannone |
Stachelannone,
Corossol, Graviola oder Sauersack (Annona muricata) Weltweit gibt es etwa
100 Arten von Annonen. Die Stachelannone kommt ursprünglich aus Westindien
bzw. Mittelamerika und gehört zu den allerersten tropischen Früchten der
Neuen Welt, die von spanischen Eroberern im 15. Jh. beschrieben wurden. In
Costa Rica ist sie überall zu finden, sie wird hier "guanábana" genannt.
Ihre Verbreitung erstreckt sich mittlerweile auf fast alle tropischen
Gebiete, ebenso auf Südost-Asien, Afrika und Australien. Der bis zu 10 m
hohe Baum produziert 10 bis 30 cm lange und bis zu 15 cm dicke Früchte,
die in der Regel 800 - 1.500 g schwer sind. Die herzförmige Frucht ist
leicht bedornt. Bei Reife wird sie sehr weich und strömt einen angenehmen
Duft nach Zitronen und Erdbeeren aus. Ihr Geschmack ist unglaublich
säuerlich-cremig und erfrischend zugleich. Die Einheimischen schätzen die
Früchte als Nahrungsmittel, nutzen sie für erfrischende Getränke und
verwenden auch andere Pflanzenteile wie Rinde, Blätter, Wurzeln und Blüten
zu Heilzwecken. In der Laienpresse und auf Internet werden heute zunehmend
Produkte auf Basis von "Graviola" beworben; die Liste der genannten
Indikation umfasst mittlerweile um die zwei Dutzend Krankheiten. „Graviola
ist 10.000x wirksamer als Adriamycin gegen Dickdarmkrebs und harmlos für
gesunde Zellen“, verspricht die Werbung. Leider existieren keine
kontrollierten klinischen Studien mit Graviola-Präpapraten, so wird zur
Zeit trotz interessanter Ansätze die Einnahme der Pflanze als
Nahrungsergänzung gegen Krebs nicht empfohlen.
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Stechapfel |
Stechapfel
(Datura spp.) Stechäpfel sind eine Gattung der Familie
Nachtschattengewächse (Solanaceae) und bestehen aus rund 20 Arten. Der
ursprünglich im subtropischen Amerika beheimatete Stechapfel gelangte erst
gegen Ende des 16. Jahrhunderts nach Europa. Der bis zu 3 m hohe
Stechapfel blüht von Juni bis Oktober. Seine dekorativen weißen Blüten
können über 5 cm lang werden. Sie sitzen einzeln und aufrecht in den
Blattachseln des Krautes und öffnen sich erst abends, wenn die Nachtfalter
zu fliegen beginnen - und machen sich mit einem teilweise unangenehmen
Geruch bemerkbar. Langrüsslige Arten wie Schwärmer sind nämlich die
Bestäuber dieser typischen Nachtfalterblume. Genauso dekorativ wie die
Blüten sind die Samenstände des Stechapfels, sie erinnern an die
Fruchtkapseln der Rosskastanie und enthalten Hunderte von schwarzen Samen.
Bis zu 20.000 Samen kann eine einzige Pflanze hervorbringen. Die Pflanze
wird bereits seit Jahrtausenden als Rauschmittel verwandt und wurde als
Heilkraut verwendet. In der Neuen Welt hatte sie sowohl zeremonielle als
auch medizinische Bedeutung. Neben der medizinischen Bedeutung wird und
wurde die Pflanze zur Bewusstseinsveränderung verwendert. Priester der
Neuen Welt benutzten die Pflanze beispielsweise um die Geister der Ahnen
zu kontaktieren. Da Stechapfel zudem als Aphrodisiakum gilt, wurde er in
Europa, China und Peru Getränken wie Bier zugesetzt. Da die
Verwendungsmöglichkeit des Stechapfels als Droge seit langem bekannt ist
und sein Ruf als Hexenpflanze ihn für manche sehr interessant macht,
werden immer wieder "Selbstversuche" mit Extrakten des Stechapfels
vorgenommen. Diese "Versuche" können sehr schnell schwerste Vergiftungen
hervorrufen, die aufgrund der hohen Toxizität auch tödlich enden können.
Vergiftungssymptome sind beispielsweise: Hautrötung, trockener Mund,
Unruhe, Schläfrigkeit und/oder Halluzinationen, Verwirrtheit,
Pupillenerweiterung, Herzrhythmusstörungen und komatöse Zustände,
Bewusstlosigkeit bis zum Tod durch Atemlähmung.
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Sternfrucht |
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