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Costa Rica Landesinformationen A-Z
Costa Rica
Landesinformationen auf einen Blick:
Landesfläche: 51.100 qkm (Schweiz: 41.293 qkm)
max. Ausdehnung Nord-Süd: 465 km, Ost-West: 259 km
Küstenlängen: Pazifik: 1020 km, Atlantik: 210 km
Höchste Erhebung: Cerro Chirripó Grande mit 3839 m
Längster Fluss:
Río Grande de Térraba mit 196 km
Einwohner: 4,1 Mio. -
Bevölkerungsdichte: 80 Ew./qkm (Schweiz: 175)
Landesname: República de
Costa Rica - Amtssprache: Spanisch
Religionen: 86 % katholisch, 6% protestantisch, 8% andere
Hauptstadt: San José -
BIP je Einwohner: 4.179 USD (2003)
Bevölkerungswachstum: 1,8% pro Jahr (2005)
Lebenserwartung: 77
Jahre (2005) - Analphabeten: 4% (Schweiz: <3%)
Staatsform: Präsidentialrepublik
Wirtschaft: Tourismus, Textilien, Kaffee, Bananen, Fleisch, Kakao
Währung: Colón (Kolumbus), inoffizielle
Währung: USD
Zeitzone: CST (Central Standard Time, MEZ-7)
Exkurs: von
Kolumbus wurde Costa Rica 'Veragua' genannt.
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Benehmen und Etikette |
Die
Umgangsformen in Costa Rica sind recht steif. Im Gegensatz zu Spaniern
nennen die Ticos ihr Gegenüber selten beim Vornamen. Das Klassenbewußtsein
ist immer noch stark ausgeprägt, Bauern und Arbeiter ordnen sich
gesellschaftlich scheinbar höher Stehenden unter. Das Siezen ist fast
obligatorisch, geduzt werden nur Freunde, Verwante und Bekannte. Man legt
ebenso Wert auf berufliche Titel und benutzt sie auch in der Anrede. Bei
der Wahl der Kleidung sind die Costaricaner konservativ, außer am Strand
sind Badesachen verpönt.
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| Bevölkerung |
Ticas und Ticos
- unter diesem Namen sind die Costarikaner/Innen im Allgemeinen in
Lateinamerika bekannt. Der Name wurde für die costarikanischen
Staatsangehörigen so typisch, weil sie anstatt der klassischen
Diminutivform -ito/ -ita des lateinamerikanischen Spanisch in vielen
Fällen die Endung -ico/ -ica benutzen. So ist z.B. die klassische
Verkleinerungs- form von chiquito (klein) das Wort chiquitito. Die
Costarikaner/Innen sagen stattdessen jedoch viel lieber chiquitico
(kleinerchen). Da sie quasi bei allen Verkeinerungsformen diese Endung
anwenden, haben sie den liebevollen Spitznamen der Ticas und Ticos
erhalten.
In Costa Rica leben nach dem letzten Zensus knapp 4.1 Mio. Einwohner
(2004). Die Bevölkerungswachstumsrate lag im gleichen Jahr bei 2,3%, was
im Vergleich zu früheren Jahren (1950: 3,5%) geringer ist. Im Vergleich
zur Gesamtfläche des Landes erscheint die Bevölkerungsdichte mit 80
Einwohnern relativ gering, jedoch verteilt sich die Bevölkerung höchst
ungleich. Mehr als 50% leben im städtischen Ballungsraum des zentralen
Hochlandes, welches nur etwa 10% der Landesfläche bedeckt. Siehe Costa Rica Landesinformationen oben.
Costa Rica ist eine äusserst multikulturelle Gesellschaft und wird auch
oft als Land in der alle Kulturen vereinigt sind bezeichnet. Der größte
Teil der Einwohner sind Nachfahren der spanischen Eroberer, die Kreolen,
jedoch ist diese Gruppe kaum mehr zu trennen von den Mestizos, die sowohl
spanische als auch indianische Vorfahren haben. An der Karibikküste lebt
eine Minderheit von Schwarzen und Mulatten, die im 19. Jahrhunder mit dem
Beginn des Eisenbahnbaus aus Jamaika nach Costa Rica kamen. Von der
indianischen Urbevölkerung leben nur noch etwa 35.000, die acht
verschiedenen Völkern angehören. 1977 verabschiedete das Parlament das bis
heute gültige Indígena-Gesetz, das den Ureinwohnern 22 Reservate
garantiert, in denen das Land ausschließlich ihnen gehören soll. Daneben
gibt es in Costa Rica noch eine Minderheit von Asiaten, viele
Lateinamerikaner aus anderen Ländern und viele Europäer. Die rund 250.000
in Costa Rica lebenden Ausländer stellen etwa 7,6% der Bevölkerung.
Die Ticos zeichnen sich durch ihre sehr sympathische Wesensart,
Zuvorkommenheit, Friedlichkeit und Freude am Leben aus. Zur Begrüßung und
generellen Ausdruck von Freude und Zufriedenheit hört man immer wieder den
Landesspruch: ¡Pura Vida! - Das pure Leben!
In diesem Zusammenhang ist es nicht verwunderlich, daß Costa Rica in
Umfragen zur Freundlichkeit der Bevölkerung immer wieder Spitzenplätze
belegt.
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| Drogen |
Costa Rica war
und ist leider immer noch ein Umschlagplatz für Drogen aus Südamerika. Dem
wird von der Regierung ganz vehement gegengesteuert. Rechnen Sie mit
einigen Jahren (oder Jahrzehnten) Haft - auch für den Besitz von nur
"leichten" Drogen! Speziell an der südlichen Karibikküste werden Sie
sicherlich mit Angeboten zum Kauf von Drogen konfrontiert. Lehnen Sie die
Angebote einfach mit einem "no" ab.
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| Einkaufen |
In Costa Rica
finden Sie in allen größeren Städten zumeist moderne Supermärkte und große
Malls, in
Kleinstädten oder auf dem Lande sog. "pulperías", hier gibt's nur ein
eingeschränktes Sortiment, andererseits kennen die meist familiär
geführten Läden keinen regulären Ladenschluß. Bäckereien "panaderías" und
Fleischereien (carnicerías) findet man in kleinen und größeren Städten,
auf dem Lande eher weniger, dafür gibt es die "pulperías", die
die Artikel des täglichen Bedarfs vertreiben, u.a. auch Benzin und andere
Kraftstoffe. Tages- und
Wochenmärkte (mercados) findet man fast überall, teilweise auch überdacht
oder in Gebäuden, so beispielsweise in San José den Mercado Central. "Mini-mercados" sind kleine Selbstbedienungsläden.
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| Elektrizität |
Stromspannung
meist 110 Volt, die modernen E-Rasierer, Notebooks und Ladegeräte arbeiten meist
auch mit dieser Spannung. Im Zweifel Profi fragen. Adapter-Stecker besser
aus der Heimat mitnehmen, es ist selbst in San José nicht ganz einfach,
einen "adaptador de corriente" zu erwerben. Tipp: In vielen Hotels sind
Adapter zwischen Steckdose und TV zu finden (genau hinschauen, sind klein
und manchmal schwarz), ansonsten an der Rezeption nachfragen.
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| Feiertage und
Feste |
Wie in allen
lateinamerikanischen Staaten werden Feste und Feiertage, Geburtstage und
Namenstage mit großer Anteilnahme gefeiert. Behörden, Banken Post usw.
sowie die meisten Läden sind an offiziellen Feiertagen geschlossen. Viele
Geschäfte und die meisten Firmen und Behörden schließen während der ganzen
Woche vor Ostern sowie zwischen Weihnachten und Neujahr. Am Gründonnerstag
und am Karfreitag ist praktisch alles geschlossen, der Busverkehr ruht an
diesen Tagen weitgehend.
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| Flora und
Fauna |
Für
Naturliebhaber ist Costa Rica - zu Recht - ein Paradies. Costa Rica umfaßt
12 unterschiedliche Vegetationszonen: unter anderem Mangroven- und
Feuchtgebiete, Regen- und Trockenwälder, der "páramo" in über 3000 Meter
Höhe. Costa Rica gehört damit zu den artenreichsten Ländern der Erde, rund
fünf Prozent aller bekannten Arten bewohnen die verschiedenen Lebensräume.
Und ein Zehntel aller Vogelarten dieser Erde leben in Costa Rica. Diese Artenfülle
verdankt das Land seiner Lage am Übergang zwischen zwei Kontinenten. An
den Küsten und Flußmündungen findet man Brackwassergebiete, in denen
Mangroven gedeihen. Diese Pflanzen bieten zahlreichen Tierarten einen
idealen Lebensraum - auch wenn sie nicht besonders attraktiv wirken.
Krokodile, zahlreiche Vögeln, Reptilien und Amphibien sowie Kleinsäuger
findet man hier. In den Feuchtgebieten Costa Ricas leben zahlreiche Vögel,
Krokodile, Affen und viele andere Tiere.
Während der Regenzeit werden die Feuchtgebiete regelmäßig überflutet, in
der trockenen Jahreszeit stellen Sie dagegen riesige Wattflächen dar.
Das komplexeste Ökosystem der Erde ist der Regenwald. Über 50 Prozent
aller weltweit bekannten Arten leben im Regenwald. Es existieren 13 Typen
von Regenwäldern, u. a. den Klassiker, den tropischen Tieflandregenwald.
Der tropische Tieflandregenwald besteht aus mehreren Geschossen. Nur ein
geringer Prozentsatz der Sonne, ungefähr 10 Prozent, erreicht den
Urwaldboden. Aus diesem Grund leben hier nur genügsame Pflanzen, man nennt
diese Etage auch die Bodenschicht. Die nächste Etage, der sogenannte
Unterwuchs, wird von niederen und jungen Bäumen bewohnt. In der
Mittelschicht findet man dann mittelhohe Bäume von fünf bis 20 Metern. Die
obere Etage zeichnet sich durch gigantische Bäume aus, die 20 bis 40 m
hoch werden und riesige Blattkronen entfalten. Diese bilden ein dichtes
grünes Dach, aus dem vereinzelte Urwaldriesen, sogenannte "Überständer",
herausragen. Diese gigantischen Bäume können Höhen von 60 Meter und mehr
erreichen. Den echten Tieflandregenwald kann man am besten in der Region
am Golfo Dulce bewundern.
Neben dem Tieflandregenwald finden sich auch Gebirgs- und
Nebelregenwälder. Abgesehen davon gibt es im Norden Costa Ricas noch
Trockenwälder. Hier ist der Artenbestand deutlich geringer, die Bäume
werden in der Regel nicht höher als 15 Meter. Trockenwälder bestehen aus
drei Etagen, der Boden, bestehend aus Gebüsch und Gras, dem unteren
Stockwerk, bestehend aus Bäumchen und Sträuchern und dem oberen Stockwerk
mit großem, offenen Blätterdach.
Wie schon angesprochen, ist auch die Fauna Costa Ricas sehr artenreich. Die meisten
Tierarten leben im tropischen Regenwald: Affen, Vögel, Insekten, Reptilien
und Amphibien - aber auch große und kleine Säugetiere. Siehe auch unter Costa Rica Landesinformationen > Flora.
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| Geld |
Costa Ricas
Währung ist der Colón (100 Cémtimos), leider leidet er unter einer
Inflation. Daher werden fast alle Preisangaben in US-Dollar gemacht, der
US-Dollar ist sozusagen die zweite inoffizielle Währung Costa Ricas. Aus
diesem Grund empfiehlt es sich US-Dollar in bar oder mittels Reiseschecks
mitzunehmen. Andere Währungen lassen sich schlecht tauschen.
Um
Trickbetrügern vorzubeugen raten wir vom Schwarzwechseln ab, Geld also
besser nur in Banken, Hotels oder Reisebüros tauschen. Öffnungszeiten der
Banken: 9 bis 17:00 Uhr. Kalkulieren Sie Wartezeiten beim Wechsel bei
Banken ein, 20 Minuten sind fast immer obligatorisch. Kreditkarten, wie
beispielsweise American Express, Visa oder Mastercard, sind in Costa Rica
weit verbreitet und werden fast überall akzeptiert. Travellerchecks gelten
zumeist wie Bargeld, sie stellen einen guten Schutz gegen Verlust oder
Diebstahl dar.
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| Geografie |
Costa Rica, kaum
größer als die Schweiz, ist das abwechslungsreichste Land
Lateinamerikas.Costa Rica ist Teil der mittelamerikanischen Landbrücke und
erstreckt sich 450 Kilometer in nordwest-südöstlicher Richtung zwischen
karibischem Meer und Pazifik. Es wird zum beträchtlichen Teil von Bergland
bestimmt, daß 70 erloschene und aktive Vulkan überragen. Diese Bergketten
(Cordilleras) beziehen sich von Nordwesten nach Südosten durch das Land
und wirkt als Wetterscheide. Die höchste Erhebung, der Berg Chirripó,
liegt auf 3820 Metern.
Das karibischen Tiefland erstreckt sich über die
gesamte karibischen Küste. Sümpfe, Lagunen und Sandstrände mit
vorgelagertendie Riffen wechseln sich ab - ein tropisches, immer feuchtes
Gebiet. Die Cordillera Central beinhaltet die Zentrale Hochebene, darin
liegt die Hauptstadt San José. Hier liegen auch die Vulkane Barva, Irazú,
Poás und Turrialba, einige davon sind noch aktiv. Das stark gegliederte
pazifische Tiefland beschränkt sich auf einen schmalen Streifen zwischen
Küste und Gebirgsketten.

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| Geschichte
bis 1900 |
Nachdem
Christopher Kolumbus auf seiner vierten Entdeckungsreise 1502 die
karibische Küste des heutigen Costa Ricas angelaufen hatte, er nannte
Costa Rica 'Veragua', begannen erst im Jahre 1522 von Panama ausgehend die
ersten spanischen Siedlungsexpeditionen und folgten der Pazifikküste. Die
Inkursionen erschütterten die indianische Siedlungsbasis, ohne zunächst zu
einer systematischen Kolonisierung zu führen, die erst ab ca. 1563 mit der
Besiedlung des Hochlandes und der damit verbundenen Gründung der ersten
Hauptstadt Cartago einsetzte. Da sich das Land entgegen den ersten
Erwartungen als außerordentlich rohstoffarm erwies, waren während der
Kolonialzeit kaum Anreize für eine verstärkte Zuwanderung gegeben, so daß
die Bevölkerung lange Zeit bei etwa 20.000 Einwohnern stagnierte.
Während die landwirtschaftliche Basis subsistenzorientiert blieb, führte
die Suche nach einem international vermarktungsfähigen Exportprodukt zum
Ausbau der einheimischen Kakao- und Tabakkulturen. Regelmäßige Raubzüge
der karibischen Piratenflotte auf die Pflanzungen im atlantischen Tiefland
während des 17. und 18. Jhds. störten jedoch die Marktkontakte zu Europa,
verhinderten einen frühen Wirtschaftsaufschwung. Relativ spät - kurz vor
der Unabhängigkeit (1821) und um die Mitte des 19. Jhds. - verstärkte sich
die Ansiedlung vorwiegend bäuerlicher, größtenteils aus Nordspanien
stammender Siedlergruppen. Nach der Unabhängigkeit von Spanien
ermöglichten vereinzelte abbauwürdige Gold- und Silberfunde die Bildung
eines spezialisierten einheimischen Bergbau-Unternehmens, das für kurze
Zeit (1823-25) durch britische Investitionen gestützt wurde, bevor die
Wirtschaftskrise im Anschluß an die napoleonischen Kriege Englands
Kapitalexporte bis 1841 unterband. Die Bergbau-"Elite" wurde zum
Schlüsselwort der weiteren Entwicklung. Nachdem die Einführung des
Kaffeeanbaus 1808 zunächst ohne Auswirkungen auf den Außenhandel geblieben
war. setzte die Kapitalverlagerung aus dem Bergbau ab 1832 eine auch
politische geförderte Kaffee-Expansion in Gang, die jedoch nur begrenzt
die Züge der klassischen Entwicklung kapitalintensiver, abhängiger
Exportlandwirtschaften trug. Die bestehende Besitzstruktur blieb
weitgehend intakt. Erst später entstand mit der Vergabe der Konzession für
die Atlantik-Eisenbahn an den US-Amerikaner Minor Keith und der
anschließenden Entwicklung des Plantagenanbaus von Bananen um 1878 der
Kern einer außenorientierten Wirtschaftsenklave. Von nun an konnter der
Kaffee des Hochlandes an den Atlantikhafen in Limón gelangen. Trotz der
zunehmenden fiskalischen Bedeutung der Bananenexportgesellschaften ist
jedoch die Kaffeezone im Hochplateau der Schwerpunkt der nationalen
Wirtschaft geblieben.
Die politische Enwicklung des 19. Jhds. war durch den Zerfall der
zentralamerikanischen Föderation (Austritt C.R.s 1836) und durch eine
Abfolge personalistischer Diktaturen und außenpolitischer Konflikte
gekennzeichnet. Costa Rica mußte sich gegen die Annexion der Grenzprovinz
Guanacaste durch Nicaragua (1836) verteidigen und war entscheidend
beteiligt an dem Krieg von 1853-57, der zur Niederlage der Truppen des
nordamerikanischen Abenteurers William Walker, der Costa Rica erobern
wollte, führte. Im Verlauf des Kaffee-Booms war - durch zunehmende
Wohlstandskonzentration in Cartago und San José - in diesen Städten ein
"Kaffeearistokratie" entstanden, die bis 1870 die politische
Führungsschicht stellte. Unter der Diktatur des liberalen Tomás Guardia
(1870-82) wurde die Machtbasis dieser Familienzirkel und caudillos
nachhaltig erschüttert. Während eine neue Generation der gebildeten
Mittelschicht in Schlüsselpositionen der staatlichen Verwaltung
nachrückte, wurde unter der Präsidentschaft von Bernardo Soto (1886-90)
das öffentliche kostenlose Schulwesen eingeführt, und es entwickelte sich
eine unabhängige kritische Presseöffentlichkeit.
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| Geschichte ab
1900 |
Zwischen 1902
und 1914 brachten drei entscheidende Amtsperioden (Ascensión Esquivel,
Cleto González und Ricardo Jiménez) grundlegende Reformen des Finanzwesens
und Erweiterungen der Infrastruktur und trugen dazu bei, die
verfassungsmäßige Ordnung zu konsolidieren, die seither nur noch zweimal
durchbrochen wurde (Putsch von General Tinoco 1917/18 und Bürgerkrieg von
1948 im Anschluß an eine Fälschung der Wahlergebnisse). Bis zum Jahr 1994
gingen von 46 Staatspräsidenten (darunter nur drei Militärs) 18 aus freien
kompetitiven Wahlen hervor, darunter alle Präsidenten seit 1949; 19
gelangten durch Wahlen ohne gewichtige Gegenkandidaten und neun durch
Staatsstreich an die Macht - in der Mehrzahl während der Jahre politischer
Instabilität nach der Unabhängigkeit.
Der sechswöchige Bürgerkrieg von 1948 bedeutete einen nachhaltigen
Einschnitt in der politischen Geschichte des Landes. Im Zusammenhang einer
moderatn Umformung der gesellschaftlichen Machtverhältnisse und der
Einbeziehung neuer sozialer Schichten in das politische System gelang es,
die historisch gewachsenen demokratischen Strukturen in der II. Republik
(ab 1949) auszubauen und zu festigen. Den personalistisch geprägten
liberalen Gruppierungen, die bis dato die politische Landschaft dominiert
hatten, trat im Partido Liberación Nacional (PLN) ein sozialdemokratisch
orientiert Programmpartei mit festen Organisationsstrukturen gegenüber.
Dank seiner breiten sozialen Basis einerseits und der organisatorischen
Fragmentierung des liberal-konservativen Lagers andererseits prägte der
PLN für die folgenden Jahrzehnte weitgehend die gesellschaftliche und
politische Entwicklung C.R.s, wenngleich verschiedene bürgerliche
Gruppierungen wiederholt Präsidentschaftswahlen gewinnen konnten. Das vor
allem von PLN-Regierungen vorangetriebene Entwicklungsmodell
importsubstituierender Industrialisierung bildete die Grundlage eines bis
Ende der 70er Jahre dynamischen Wachstums, an dem dank der aktiven
wirtschafts- und sozialpolitischen Steuerung von seiten des Staates breite
Bevölkerungsschichten partizipierten.
Die ökonomische Krise der 80er Jahre
erzwang eine Änderung dieses Entwicklungsmodells und formte auch die
politische Landschaft erneut um, in deren Zentrum neben dem PLN nun eine
etwa gleich starke, organisatorisch gefestigte bürgerliche Partei steht,
die Partido Unidad Social Cristiana, PUSC. Die politische Stabilität der
ältesten Demokratie Zentralamerikas geriet durch die wirtschaftliche Krise
jedoch nicht ernsthaft in Gefahr, und auch den Sogwirkungen der
politischen Konflikte in und zwischen den Nachbarländern konnte sich C. R.
nicht zuletzt dank einer aktiven, neutralen und unbewaffneten Außenpolitik
weitgehend entziehen. Ab Mitte der 80er Jahre spielte das Land eine
führende Rolle bei den regionalen Bemühungen um eine Lösung des
Zentralamerika-Konfliktes, und Präsident Oscar Arias (1986-90) erhielt für
seine diesbezüglichen Verdienste 1987 den Friedensnobelpreis. 1994 wird
dann der Sozialdemokrat José Maria Figueres Olsen neuer Staatspräsident,
1995 wird in Costa Rica heftig gegen den Bau von Großhotels protestiert,
erfolgreich. Die ökologische Denkweise des Landes wird weiter gefestigt,
obwohl zweifelsfrei noch viel zu tun ist.
Seit März 2006 ist Dr.Óscar Arias Sánchez Staatspräsident von Costa
Rica. Der Friedensnobelpreisträger, der 1987 für sein Engagement für die
friedliche Beilegung von Konflikten in Mittelarmerika diese hohe
Auszeichnung erhielt, steht für die Weiterführung der wirtschaftlichen
Demokratie.
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| Gesundheit |
Im Vergleich zu
anderen Ländern Mittelamerikas wartet Costa Rica mit einer hervorragenden
Gesundheitsversorgung auf. In den Ballungsgebieten gibt es viele gute
Kliniken und Hospitäler. Auf dem Land gibt es weniger Kliniken, dafür aber
ein dichtes Netz von Krankenstationen. Notfallstationen unterhält das rote
Kreuz (Cruz Roja).
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| Gefährliche
Pflanzen und Tiere |
Erstaunlicherweise kommen in Costa Rica mehr Vergiftungen durch Pflanzen
als durch Tiere vor, meist sind Touristen davon betroffen, die ohne
weitere Kenntnis alle ihnen unbekannten Früchte probieren. Das sollte man
natürlich tunlichst lassen, es sei denn, man ist sich ganz sicher, um
welche Frucht - oder Nuss - es sich handelt. An giftigen Tieren wären Vogelspinnen zu
erwähnen, deren Bisse jedoch in der Regel wie Bienenstiche verlaufen.
Die sehr seltenen Skorpionstiche verlaufen
ebenfalls meist glimpflich.
Ausser
einigen relativ ungefährlichen Meeresbewohnern und Insekten kommen
auch Giftschlangen in Costa Rica vor. Und von diesen können wenige Arten
gefährliche Giftbisse anbringen. Giftschlangenbisse können relativ einfach
vermieden werden. Ziehen Sie bei Touren oder Wanderungen angemessene
Kleidung an. Dazu gehören lange, nicht eng anliegende Hosen, festes, hohes
Schuhwerk und ein Hut. Hüte bieten einen sehr guten Schutz gegen
baumbewohnende Schlangen. Bei Wanderungen bevorzugt dorthin treten, wo man
sicher sein kann, daß sich dort keine Schlange befindet, also
bespielsweise nicht durch unübersichtliches Gestrüpp oder Gras laufen.
Beim Übersteigen von toten oder umgefallenen Baumstämmen besonders acht
geben, Schlangen lieben solche Verstecke. Manche Schlangen leben an
Baumstämmen, auf Ästen, Zweigen oder auch Astgabeln. Es ist daher ratsam,
sich dort nur festzuhalten oder anzulehnen, wenn man sich überzeugt hat,
daß sich dort keine Schlange niedergelassen hat. Klar dürfte sein, daß man
ebenfalls nicht in uneinsichtige Höhlen oder Löcher greift und barfuß im
Dschungel gehen sollte man ebenfalls tunlichst vermeiden.
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| Klima |
Trotz seiner
geringen Größe, in etwa vergleichbar mit der Landesfläche der Schweiz,
weist Costa Rica eine Reihe außerordentlicher verschiedener Klimata auf,
die vor allem durch die Kordillerenkette, die das Land in einer
immerfeuchte Karibik- und eine wechselfeuchte Pazifikregion teilt,
bestimmt werden. Als Jahreszeiten werden lediglich Sommer “verano” und
Winter “invierno” unterschieden, wobei mit Sommer die Trockenzeit und mit
Winter die Regenzeit gemeint ist.
Regenzeit: An der pazifischen Küste herrscht im allgemeinen ab Ende Mai
bis Ende November Regenzeit, mit den höchsten Niederschlagsmengen in den
Monaten September und Oktober. Auf der karibischen Seite beginnt die
Regenzeit bereits Ende April und dauert bis Ende Januar. Hier sind die
Niederschläge in den Monaten November bis Dezember am höchsten. Insgesamt
fällt im karibischen Tiefland mehr Regen als an der Pazifikseite. Die
mittlere Niederschlagsmenge liegt zwischen 2000 und 5000 mm jährlich.
Tropische Regen treten in zwei unterschiedlichen Formen auf: zum einen als
Schauer, zum anderen als Dauerregen. Die tropischen Regenschauer setzen
plötzlich ein und machen nach 1-2 Stunden genau so plötzlich wieder
strahlendem Sonnenschein Platz. Die Ticos nennen diese Form “aguacero”
(Platzregen). Dauerregen kommen seltener vor, meist in der karibischen
Region.
Aufgrund der äquatornahen Lage des Landes herrscht in den meisten Gebieten
ein tropisch warmes Klima. Die Durchschnittstemperaturen liegen in der
Zentralregion zwischen 19,6 und 22° C, in den Flachländern zwischen 25 und
28° C.
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| Kommunikation |
Kommunikationsmedien, wie Telefon, Fax oder E-Mail gibt es in Costa Rica
eigentlich überall. Öffentliche Fernsprecher findet man allerdings auf dem
Land meist nur in Hotels, Restaurants oder Geschäften, manchmal ist
draußen ein gelbes Schild "Teléfono público" angeschlagen. Es gibt
Münz-oder Kartentelefone. Telefonkarten werden in vielen Geschäften
verkauft, das telefonieren mittels Telefonkarten ist etwas günstiger als
ein normales Gespräch. Die gängigen europäischen GSM-Telefone
funktionieren in Costa Rica seit 2006, allerdings noch nicht überall. Die
großen deutschen Provider unterhalten mittlerweile Roamingabkommen mit
Deutschland. Hier gilt: Bitte vorab bei Ihrem Anbieter erkundigen. Eine
(teure) Alternative ist, sich ein Mobiltelefon bei einem Autovermieter zu
mieten.
Die Landes-Kennziffer bzw. Landes-Vorwahl für Costa Rica ist: 00506.
Auskunft national: 113, Auskunft International: 124, Vermittlung: 116.
Übrigens gibt es im ganzen Land keine Ortsvorwahlen. Telefaxe kann man von
ICE-Büros (nationale Elektrizitätsbehörde - Instituto Nacional
Costaricense de Electricidad), von Postämtern oder Hotels versenden.
Internetcafes werden in Costa Rica immer populärer, sie findet man selbst
in kleineren Städten und kann dort seine E-Mails senden und empfangen.
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| Kunst und
Kultur |
Costa Rica galt
einige Zeit als kulturell zurückgeblieben. Die gesamte Kulturszene hat
ihre Wurzeln in der bäuerlichen Tradition der auf dem Land lebenden Ticos.
Das gilt auch für die Malerei, nach wie vor beherrschen überwiegend
ländliche Szenen die Leinwand. Das ändert sich gerade, immer mehr Künstler
denken und handeln kreativer. Das gilt für die Malerei, für die bildende
Kunst und für die Literatur.
Die Ticos gehen außerordentlich gerne ins
Theater. Dieser Trend begann an der Wende zum zwanzigsten Jahrhundert, als
das Theater als Schulfach eingeführt wurde und in Südamerika in
regelrechter Boom ausbrach. Die kleinen Bühnen in San José präsentieren
eine bunte Mischung von Komödien über Pantomime bis hin zum
Avantgardestück.
Die Tänze in Costa Rica sind meist traditionell geprägt.
Die jüngere Generation allerdings tanzt zu heisseren Rythmen und liebt
trotzdem Volksmusik. Da hört man überwiegend Merengue, Cumbia und Salsa.
An der Karibikküste ist Reggae sehr beliebt.
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| Maße und
Gewichte |
Wie in
Mitteleuropa gilt in Costa Rica bis auf wenige Ausnahmen das metrische
System. Hier verwendet man also Kilometer, Meter, Liter usw.
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| Medien |
In Costa Rica
werden diverse spanischsprachige Zeitungen verlegt. "La Nación", "La
República", "La Prensa", "El Diario" etc. "Costa Rica Today", "Central
America Weekly" und "Tico Times" sind Touristenzeitungen, großteils in
Englisch gehalten. Sie liegen kostenlos in Hotels aus. Deutsche
Zeitungen gibt es in der Librería Francesa in San José.
Der Fernsehempfang ist flächendeckend angelegt, ausserdem existieren rund
125 Radiosender - für jeden Geschmack ist sicherlich ein passender dabei.
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| Nationalparks
und Schutzgebiete |
Der Tourismus in
Costa Rica ist mittlerweile zum Wirtschaftsfaktor Nummer Eins geworden,
aus diesem Grund werden kontinuierlich neue Flächen zu Schutzgebieten
deklariert. Knapp ein Drittel der gesamten Landesfläche Costa Ricas sind
Nationalparks und Schutzgebiete.
Costa Rica kann mit über 30
Nationalparks, rund 15 biologischen Reservaten, und weit über 100 anderen
Naturschutzgebieten aufwarten. Hinzu kommen noch Hunderte private
Schutzgebiete. Schutzgebiete befinden sich in allen Landesteilen, so daß
nicht nur tropische Regenwälder, sondern auch Mangrovengebiete, Feucht-,
Trocken-, Nebelwälder und Paramovegetationen geschützt sind.
Nr. 1 NP Santa Rosa, 2. NP Rincón de la Vieja, 3. NP Palo Verde,
4. SG Cano Negro, 5. NP Vulkan Arenal, 6. SG Monteverde, 7. NP Vulkan
Poás, 8. NP Braulio Carillo, 9. NP Tortuguero, 10. NP Vulkan Turrialba,
11. NP Tapanti Macizo de la Muerte, 12. NP Manuel Antonio, 13. NP
Chirripó, 14. NP La Amistad, 15. NP Cahuita, 16. Meeres-NP Ballena, 17. NP
Corcovado, 18. SG Golfo Dulce, 19. NP Piedras Blancas, 20. SG Fauna
Silvestre Golfito, 21. NP Isla del Coco. Die Nationalparks und
Schutzgebiete Nr. 17. bis 20 werden zusammengefasst und bilden damit das
größte zusammenhängende Tieflandregenwaldgebiet Mittelamerikas.

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| Politik |
Costa Rica ist
eine demokratische Republik mit einem ausgeprägten verfassungsmässigen
System der „checks and balance“. Die Exekutive liegt in Händen eines
Präsidenten, der das Machtzentrum des Landes bildet. Es gibt daneben zwei
Vize-Präsidenten und ein 15-köpfiges Kabinett, das einen der beiden
Vize-Präsidenten einschließt. Der Präsident und die 57 Abgeordneten der
Nationalversammlung werden nach dem Verhältniswahlrecht für vier Jahre
gewählt. Eine Verfassungsreform von 1969 begrenzte Präsidentschaft und
Mitgliedschaft im Parlament auf eine Wahlperiode ohne direkte Wiederwahl.
Der Wahlprozeß wird von einem unabhängigen Wahlgerichtshof als der vierten
verfassungsmäßigen Säule des Landes überwacht – drei Magistrate und sechs
Stellvertreter, ernannt durch den Obersten Gerichtshof. Der Oberste
Gerichtshof umfasst 22 Magistrate, die von der Nationalversammlung für
verlängerbare Perioden von acht Jahren gewählt werden. Daneben gibt es
weitere untergeordnete Gerichte.
Vom Präsidenten ernannte Gouverneure leiten die sieben Provinzen, ihr Amt
gibt ihnen aber wenig Macht. Es gibt keine Regionalparlamente. Autonome
staatliche Einrichtungen genießen eine beachtliche Unabhängigkeit in der
Durchführung. Das schließt die Monopole der Telekommunkationen und der
elektrischen Energie ebenso ein, wie die nationalisierten Geschäftsbanken,
das staatliche Versicherungsmonopol und das Institut der
Sozialversicherung.
Costa Rica fördert seit geraumer Zeit die Demokratieentwicklung und den
Respekt vor den Menschenrechten. Bis vor nicht langer Zeit unterschied
sich das politische System des Landes wesentlich von denen seiner
zentralamerikanischen Nachbarn. Stetig hat es seine demokratischen
Institutionen und ein Verfassungsbild für Regierungswechsel entwickelt.
Verschiedene Faktoren einschließlich vorausschauender Regierungsmitglieder
haben zu dieser Tendenz beigetragen: relativer Wohlstand, durchgängige
soziale Klassen, Bildungschancen, die zu einer stabilen Mittelklasse
führten, sowie hohe Sozial-Indikatoren. Das Fehlen eines stehenden Heeres
hat militärische politische Interventionen verhindert, gleichzeitig wurden
die eingesparten Staatsausgaben in den Sozialsektor, und zwar vor allem in
Bildung und Gesundheit investiert.
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| Provinzen |
Costa Rica ist
in sieben Provinzen gegliedert: San José (254 Einwohner/qkm), Alajuela (63
Ew./qkm), Cartago (125 Ew./qkm), Puntarenas (35 Ew./qkm), Guanacaste (26
Ew./qkm), Heredia (104 Ew./qkm) und Limón (28 Ew./qkm).
Die einzelnen
Provinzen werden von Gouverneuren regiert, die der Präsident ernennt. Die
Provinzen sind in Kantone und diese sind wiederum in Distrikte aufgeteilt.
Interessant ist, daß sich die Provinz Puntarenas vom Südteil der nördlich
gelegenen Halbinsel Nicoya bis zum Süden des Landes erstreckt.

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| Reisezeit |
Costa Rica
unterscheidet grundsätzlich zwischen Sommer und Winter. Die Regenzeit, der
Winter (invierno),
beginnt im Mai und endet Mitte November. Sommer (verano), die Trockenzeit, fällt auf die übrigen
Monate - Dezember bis einschließlich April.
Als klimatisch beste Reisezeit gelten alle Monate ausser Oktober bis Mitte
November. Diese sechs Wochen sind sehr regenreich und daher nur für
Naturliebhaber zu empfehlen.
Glücklicherweise regnet es auch zur Regenzeit nur kurz und heftig und
meist spätnachmittags oder nachts, was für angenehme Termperaturen sorgt.
Im übrigen wirkt die Natur zu dieser Zeit weitaus lebendiger, man nennt
diese Periode auch die "grüne Saison".
Die Temperaturen sind über das Jahr ungefähr
gleich hoch. Im Hochland liegt die Durchschnittstemperatur bei rund 22
Grad, an den Küsten geht sie bis zu 30 Grad.
Ausserhalb der Hochsaison (Dezember bis April) kann man erheblich
günstiger reisen, Hotels, Autovermietungen etc. gewähren dann teils
erhebliche Rabatte.
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| Restaurants |
Restaurants gibt
es in San José in allen möglichen Variationen und Preislagen. Auch in den
touristischen Zentren und größeren Städten wird sich immer ein passendes
Restaurant finden lassen. Auf dem Lande sieht es dagegen anders aus. Hier
finden sich einfache Restaurants "sodas" mit einheimischer Küche oder
chinesische Restaurants, wo man in der Regel gut und günstig essen kann.
Speisekarten nennt man "listas". Meist kommen zu den in den Speisekarten
genannten Preisen 10 Prozent Service-Gebühren sowie weitere 13 Prozent
Steuern hinzu, steht auf der Speisekarte "ii", dann heisst das, daß die
Steuern bereits inklusive sind. Trinkgeld ist in Costa Rica nicht obligatorisch, sie
können es einfach auf dem Tisch liegen lassen - wenn Sie mit dem Service
zufrieden waren.
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| Sicherheit |
Costa Rica ist
ein phantastisches und auch ein sehr sicheres Reiseland. Es gibt seit über
50 Jahren kein Militär, keine Guerilleros, keine Terroristen, die Polizei
ist teilweise korrupt aber zumindest freundlich - was will man mehr.
Das deutsche Auswärtige Amt gibt für Costa Rica nur einen relativ "flachen" Sicherheitshinweis heraus, auch das
spricht für geordnete Zustände. Trotzdem muß man auch hier einige Dinge beachten. Das gilt speziell für
einige wenige Stadtteile von San José sowie den Süden der karibischen Küste. Hier sind
kleinere Diebstähle an
der Tagesordnung, auch Überfälle kommen vor.
Wertsachen sollten nicht im
Hotelzimmer verbleiben, die gehören in den Hotelsafe, Safe-Quittung nicht
verlieren. Wenn Sie Wertsachen, z. B. Kameras, Portemonnaies, Bargeld,
Schmuck oder schöne Uhren offen zeigen, ist das für Taschendiebe eine
Einladung. Ihr Gepäck sollten sie nicht für 10 Sekunden aus den Augen und
schon gar nicht im Mietwagen liegen lassen. Auch im Gepäckabteil der Busse
ist ihr Gepäck nicht unbedingt sicher, also bitte darauf achten.
Taschendiebe sind besonders in der Nähe der Busbahnhöfe in San José und in Bussen aktiv.
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| Souveniers |
An Souveniers
finden sich of Holzschnitzereien, Textilien, Lederarbeiten, Hängematten
und Töpferwaren. Einheimischer Kaffee ist ebenfalls sehr zu empfehlen,
irgendwie schmeckt der besser als anderer Kaffee...
Hüte, die zumeist aus Panama importiert werden, sind von hervorragender
Qualität und sehr günstig. Falls Sie antike Kunstgegenstände erwerben
wollen - die sind zumeist Imitationen und nicht antik. Sportartikel und
Textilien internationaler Marken kann man in Costa Rica überall erwerben
und sie liegen preislich teils extrem unter den Preisen in Deutschland.
Vergleichen lohnt auf jeden Fall.
Strafbar machen Sie sich, wenn Sie geschützte lebende oder tote Tiere in
jedweder Form (also auch Gürtel aus Schlangenleder oder beispielsweise
Korallengestein) auszuschmuggeln versuchen, auch Muscheln und
Schneckengehäuse, die man am Strand findet, zählen teilweise dazu. Im
Zweifelsfall besser liegen lassen.
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| Sport |
Costa Rica
bietet gleichermaßen für Sport- und Erholungssuchende ein unheimlich
vielfältiges Programm. Wer allerdings geharkten, weißen Sandstrand a la
Malediven erwartet, wird enttäuscht werden, hier erwarten einen großteils
naturbelassene Traumstrände, die sich für vielerlei Wasseraktivitäten
eignen.
Schwimmen kann man gleichermaßen auf der Karibik- oder
Pazifikseite, das Wasser ist eigentlich immer angenehm warm. An manchen
Stellen gibt es gefährliche Strömungen, bitte erkundigen Sie sich
unbedingt, wo Sie gefahrlos schwimmen können. Surfen geht ebenfalls fast
überall - am besten an der Pazifikküste, doch auch südlich von Puerto
Viejo an der Karibikseite gibt es sehr gute Plätze. Für Windsurfer
empfiehlt sich der See Arenal, er ist aber für Anfänger nicht geeignet.
Segeln und Motorboot fahren? Kein Problem, ebenso Hochseefischen. Fürs
Hochseefischen ist die Pazifikseite besser geeignet, und hier speziell die
Bucht von Nicoya und der Golfo Dulce. Der Golfo Dulce ist relativ tief,
hier finden sich viele Hochseefische wie Blue Marlin, Segelfisch und
andere. Abgesehen davon gibt es hier viele Delfine und die großen,
ungefährlichen Walhaie. Das große Tauch-Eldorado ist Costa Rica nicht.
Andererseits gibt es an der Pazifik-, wie auch an der Karibikküste, einige
gute Tauch- und Schnorchelplätze. Zwei Weltklasse-Tauchplätze sollten
allerdings nicht unerwähnt bleiben: Isla del Coco (Kokosinsel), die
allerdings knapp 500 Kilometer weit im Pazifik liegt und die Isla del Cano
vor der Drake Bay.
Kajak fahren kann man mittels eines Küstenkajaks fast
überall. Auch hier bietet sich wieder der Golfo Dulce mit seinem ruhigen
Wasser und seiner phantastischen Natur an. Natürlich kann man auch auf den
zahlreichen Flüssen in Costa Rica Kajak fahren.
Ein kleines Abenteuer ist das River-Rafting. Hier befahren sie mit einem
Schlauchboot einen mehr oder weniger wilden Fluß, das ist auch für
Anfänger geeignet.
Wandern und
Bergwandern kann man überall in Costa Rica. Da bieten sich zum einen die
verschiedenen Berge an, zum anderen hat man die Auswahl zwischen Savannen
im Nordwesten, Nebelwäldern in Monteverde, tropische Regenwälder an der
karibischen Seite und dem gigantischen Tieflandregenwald in der Region
Golfo Dulce. Wichtig sind Regen- Sonnen- und Mückenschutz, außerdem
wadenhohe, bequeme Wanderschuhe und möglichst ein Fernglas.
Reiten kann man ebenfalls überall im Land, mit oder ohne Führer. Tennis
und Golf sind nicht so verbreitet, im Gegensatz zu Canopy. Beim Canopy
schwebt man an einem Stahlseil zwischen den Baumkronen des Regen- oder
Nebelwaldes - ob man dort allerdings - wegen zu großer Vermarktung - noch
die Flora und Fauna geniessen kann, ist zweifelhaft. Radfahren ist in
Costa Rica weitverbreitet, an vielen Stellen kann man sich Räder mieten.
Doch Vorsicht: Nach Einbruch der Dunkelheit vielbefahrene Straßen meiden -
Unfallgefahr.
Touristen dürfen in Costa Rica nicht jagen, Waffen dürfen nicht eingeführt
werden. Angeln in Binnengewässern ist mit einer Lizenz möglich, die
bekommen Sie von Ihrer Lodge oder Ihrem Reiseveranstalter.
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| Sprache |
Landessprache in
Costa Rica ist Spanisch, Englisch wird aber mittlerweile in den
Tourismusregionen verstanden und gesprochen. Auf dem Lande kommt man damit
allerdings nicht weit, da bietet es sich an, schon vor dem Urlaub ein paar
Wörter Spanisch zu lernen. An der Karibikküste werden sie Patois zu hören bekommen, ein
Misch-Masch, dass ein bißchen an Englisch angelehnt ist. Außerdem
existieren noch einige lokale Indiosprachen.
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| Trinkgeld |
Trinkgelder sind
in Costa Rica grundsätzlich nicht üblich. In ihrer Restaurantrechnung ist
bereits ein Bedienungszuschlag enthalten, trotzdem kann man bei gutem
Service ein weiteres Trinkgeld geben.
Reiseführer erhalten bei
Gruppenreisen etwa zwei US-Dollar pro Person und pro Tag, Hotel-Portiers
erhalten 50 US Cents pro Gepäckstück, Taxifahrer erwarten in der Regel
kein Trinkgeld, sie freuen sich aber, wenn man den Rechnungsbetrag etwas
aufrundet.
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| Unterhaltung |
Abgesehen von
San José und den größeren Orten geht man in Costa Rica relativ früh zu
Bett und "steht mit den Hühnern auf". Das gilt natürlich eher weniger für
Touristen. Ansonsten ist alles für die abend- oder nächtliche Unterhaltung
da: Kinos, Konzerte, Theater, Spielcasinos, Bars und Diskotheken - die
Preise sind meist recht günstig.
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| Unterkunft |
Costa Rica
bietet ein vielfältiges Angebot an Unterkünften. Hotels sind mittlerweile
auch in Costa Rica klassifiziert, zumindest die Hotels, die international
operieren.
Bei Apartotels werden kleine Apartments mit Schlafraum, Küche, Bad und
Aufenthaltsraum vermietet. Pensionen sind meist familiär geführt, es gibt
sie in jeder Komfortrichtung. Bed & Breakfast (B&B) sind ebenfalls
Privatunterkünfte mit Frühstück. Hostals und Hospedajes findet man
seltener. Sie bieten i.d.R. nur Gemeinschaftsunterkünfte ohne Komfort.
Lodges und Albergues sind traditionelle, der Umgebung angepasste und in
der Natur gelegene Unterkünfte, meist privat geführt und teilweise mit
angegliederten oder eigenen Naturreservaten. Cabinas nennt man
Ein-Zimmer-Häuschen, es gibt sie in allen Komfortvarianten.
Selbstverständlich gibt es auch Campingplätze, Komfort ist dort aber eher
ein Fremdwort. Wildcampen, speziell an der Karibikküste wird nicht
empfohlen.
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Verkehrsmittel |
Fußgänger haben
es in Costa Rica's Städten schwer. Obwohl die Ticos relativ defensiv
fahren, gilt eine Regel: Autofahrer haben Vorfahrt! Eine Alternative zum
zu Fuß gehen wäre das Fahrrad, das man in Costa Rica auch leihen kann -
auch hier gilt die zweite Regel: Autofahrer haben Vorfahrt!
Die Taxifahrer
in Costa Rica sind wie (fast) alle anderen Taxifahrer auch. Da wird am
Taxameter manipuliert oder es ist defekt usw. Also: Preise VOR der Fahrt
aushandeln. Busfahren ist in Costa Rica ein Kapitel für sich. Gute
Verbindungen, viele Haltestellen, günstige Preise und sogar teilweise sehr
moderne Reisebusse stehen im Gegensatz zu dem Gedränge in den Bussen,
sofern man, wie so oft, keinen Sitzplatz erwischt hat. Sitzplätze lassen
sich aber vorab reservieren, wichtig für Fernverbindungen und Reisen am
Wochenende. Achtung Taschendiebe. Zum einen greifen die sich Taschen aus
dem Gepäckraum - zum anderen greifen die in die Taschen der Reisenden.
Costa Rica ist nicht (mehr) ein Land der Eisenbahnen, es gibt nur drei
unwichtige Linien. Fährverbindungen von/ab Puntarenas - Nicoya, Golfito -
Pto. Jiménez, Golfito - Rincon, Golfito - Zancudo (Río Colorado,
Flussfähre).
Mietwagen stellen eine gutes Fortbewegungsmittel dar. Es gibt
in Costa Rica diverse Verleihfirmen, wir haben mit Adobe RC nur gute
Erfahrungen gemacht. Wichtig: inspizieren Sie das Fahrzeug vor Übernahme
auf Schäden, Funktionsweise, Zubehör, Ersatzreifen, vollen Tank und
Schrammen. Wichtig für Sie als Fahrer ist die dritte Regel: Autofahrer mit
GROSSEN Autos haben Vorfahrt!
Innerhalb Costa Ricas findet man auch mehrere Fluggesellschaften. Die
Flugpreise sind relativ niedrig, die Flugzeiten nur kurz, so daß das
Flugzeug durchaus eine Alternative zum Bus darstellt. Darüber hinaus gibt
es auch noch einige Charterfluggesellschaften, hier können kleine
Maschinen gemietet werden.
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| Wirtschaft |
Costa Rica hat
eine offene, exportorientierte Marktwirtschaft. Traditionelle Exportgüter
wie Kaffee und Bananen haben an Bedeutung verloren. Costa Rica konnte aber
zahlreiche ausländische, insbesondere US-amerikanische Investoren anziehen
und damit seine Exportpalette diversifizieren. Mit den USA wurde
inzwischen Einigkeit über den Text eines Freihandelsabkommens erzielt,
angesichts der starken Außenwirtschaftsabhängigkeit vom US-Markt besonders
wichtig. In dem Abkommen ist u. a. auch die Aufhebung des staatlichen
Versicherungsmonopols sowie eine starke Einschränkung des
Telekommunikationsmonopols vorgesehen.
Die costaricanische Wirtschaft
entwickelte sich im Jahr 2003 mit einem Wachstum von 5,6 Prozent des
Bruttoinlandsproduktes (BIP) sehr positiv. Die Exporte stiegen 2003 um 16
Prozent, die Importe um 11 Prozent. Die öffentliche Verschuldung ist
unverändert hoch: das Haushaltsdefizit betrug 2003 4,1 Prozent (gegenüber
5,7 Prozent im Jahre 2002). Abhilfe soll eine umfassende Steuerreform
schaffen, die derzeit im Parlament beraten wird.
Die Währungspolitik ist gekennzeichnet durch Stabilität. Die
Wettbewerbsfähigkeit soll durch tägliche, marginale Abwertungen gesichert
werden. Die Inflationsrate lag 2003 bei 9,9 Prozent, in diesem Jahr wird
sie aufgrund der hohen Energiepreise voraussichtlich bei 11 Prozent
liegen.
Die Strukturen der costaricanischen Wirtschaft haben sich innerhalb
weniger Jahrzehnte dramatisch verändert: Costa Rica hat sich vom
Agrarstaat zum Dienstleistungs- und Industriestaat gewandelt. Während die
Landwirtschaft 1965 noch 23,5 Prozent zum BIP beitrug, beläuft sich 2001
die Ziffer nur noch auf 7,8 Prozent; Dienstleistungen und Industrie haben
hingegen einen Anteile von 65 bzw. 20 Prozent. Für den Arbeitsmarkt ist
die Landwirtschaft mit einem Anteil von 15 Prozent noch von großer
Bedeutung.
In den letzten Jahren bemühte sich Costa Rica erfolgreich um Investitionen
ausländischer Firmen, vor allem auch im Hightech-Bereich. Vor allem US und
europäische Großfirmen haben sich mit erheblichen Investitionen in
Freihandelszonen in Costa Rica niedergelassen. Der Tourismus ist
inzwischen wichtigster Devisenbringer des Landes (Einnahmen 2002: 1,078
Mrd. USD). Insbesondere der so genannte "Ökotourismus" bringt Gäste nach
Costa Rica. Rund 30 Prozent der Landesfläche stehen unter Naturschutz. Für
die Stromerzeugung ist Wasserkraft besonders wichtig (ca. 90Prozent). Bei
Öl besteht volle Importabhängigkeit.
Der Export von Gütern und Dienstleistungen stellt einen wichtigen Faktor
der costaricanischen Wirtschaft dar, die Handelsbilanz ist allerdings
traditionell negativ. Die Bedeutung der traditionellen Agrarexportgüter
(Bananen und Kaffee) geht immer mehr zurück; sie stellen nur noch rund 12
Prozent der Gesamtausfuhren (2002). Dominierender Handelspartner sind mit
einem Anteil von gut 50 Prozent die USA.
Costa Rica ist seit 1990 Mitglied des GATT und war 1995 Gründungsmitglied
der WTO. Darüber hinaus ist Costa Rica Mitglied des zentralamerikanischen
Gemeinsamen Marktes (Mercado Común Centroamericano), dem auch Guatemala,
Honduras, El Salvador und Nicaragua angehören. Freihandelsabkommen
bestehen mit Chile, Mexiko, Panama, der Dominikanischen Republik, Kanada
und Caricom. Das Anfang 2004 abgeschlossene Freihandelsabkommen zwischen
den zentralamerikanischen Staaten und den USA muss noch ratifiziert
werden.
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Auszug für EQUIS
Residenzen, Costa Rica Landesinformationen
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